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21.02.2017 - 12:41
Foto: wehrbauten.at

Wirbel um Hakenkreuz auf Burgruine in Kärnten

15.04.2014, 07:28
Denkmalschutz gegen verfassungsrechtliches Verbot: In der Kärntner Gemeinde Frauenstein sorgt ein Hakenkreuz auf einem Turm der Burgruine Hochkraig seit Jahren für Wirbel. Das Symbol wurde während des Putschversuchs der Nationalsozialisten im Jahr 1934 aufgemalt und prangt seit nunmehr 80 Jahren an der Fassade. Trotz wiederholter Proteste des Mauthausen Komitees, das "verfassungsrechtlich verbotene Symbol" endlich zu beseitigen, ist bis heute nichts passiert. Aus Denkmalschutzgründen, wird von den Verantwortlichen betont.

Für Peter Gstettner, Vorstandsmitglied des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ), ist das Ignorieren der zahlreichen Proteste und Aufrufe, die seit Jahren auch über die Medien transportiert werden, unverständlich: "Es darf einfach nicht sein, dass dieses in Österreich verfassungsrechtlich verbotene Symbol trotz vieler Artikel und Aufrufe nicht entfernt wird", wettert Gstettner.

Denkmalschutz und Einsturzgefahr erschweren Entfernung

Diese Ansicht wird vom Bundesdenkmalamt zwar grundsätzlich geteilt, so einfach ist die Sache dann offenbar aber doch nicht. Eine Entfernung sei extrem schwierig, da der Bergfried einsturzgefährdet sei. Das Hakenkreuz sei nicht aufgemalt, sondern regelrecht in die Mauer eingearbeitet worden. Es könnte nur weggeschremmt werden, und dadurch könne der denkmalgeschützte Bergfried einstürzen, hieß es gegenüber dem ORF.

Der Besitzer der Burgruine ist laut MKÖ Peter Goes, dem auch in der Umgebung weitere Burgen gehören - eine davon ist jene am Ulrichsberg bei Klagenfurt. Dort finden jedes Jahr die rechtsextremen Ulrichsbergtreffen der "Heimkehrer" des Zweiten Weltkriegs statt. Vor einigen Jahren wurde die Ruine samt Hakenkreuz- Turm an einen Steirer verpachtet. Seitdem ist das Gebäude als Baustelle markiert und der Zutritt untersagt. Sowohl mehrere Gemäuer in der Umgebung als auch die Burgruine Hochkraig stehen unter Denkmalschutz.

Besitzer sieht Verantwortung beim Bund

Aus diesem Grund ist Goes der Meinung, dass der Bund in der Causa verantwortlich ist. Der Besitzer distanzierte sich im Gespräch mit dem ORF auch vehement vom Gedankengut der Nationalsozialisten. Diese hätten das Kreuz in den Bergfried eingearbeitet, und für die Entfernung sei nicht er, sondern die Republik zuständig.

Weil das Hakenkreuz aber auf keinen Fall unkommentiert sichtbar bleiben soll, wurde von Landeskonservator Gorazd Živkoviè beim Land nun ein Kunstprojekt angeregt: "Eventuell ein Mahnmal im Tal als Blickachse." Das könne einerseits ein Memorial für die Nazigräuel werden, andererseits solle es bei den Menschen auch das Verständnis wecken, dass ohne entsprechende Mittel eine Entfernung unmöglich sei.

15.04.2014, 07:28
aga/Serina Bebka, Kronen Zeitung
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