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25.09.2017 - 01:48
Foto: FF Wiener Neustadt

"Wir mussten uns durch die Gaffer kämpfen"

18.07.2017, 07:23

Immer häufiger werden Schaulustige für Einsatzkräfte ein Problem: So auch am vergangenen Sonntag, als die Retter versuchten, einer mit dem Auto verunglückten Familie auf der Südautobahn bei Wiener Neustadt zu helfen. "Wir mussten uns regelrecht durch die Gaffer kämpfen", so einer Helfer.

Das Auto der Familie aus Wien kam plötzlich von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Leitplanke, wurde in die Luft geschleudert und überschlug sich. Zwei Feuerwehrmänner kamen kurz nach dem Crash zufällig an der Unfallstelle in der Nähe von Wiener Neustadt vorbei.

Foto: FF Wiener Neustadt

"Mussten uns durch die Gaffer kämpfen"

Sie leisteten der Familie sofort Erste Hilfe - doch bis ihre uniformierten Kameraden eintrafen, hatten sich zahlreiche Schaulustige versammelt. "Wir mussten uns regelrecht durch die Gaffer kämpfen, auch auf der Gegenfahrbahn blieben Leute stehen und zückten das Handy, statt zu helfen", ärgert sich einer der Retter. Die Feuerwehr musste schließlich sogar einen Sichtschutz aufspannen.

Foto: FF Wiener Neustadt

Die Insassen des Unfallwagens wurden zum Teil schwer verletzt, die Mutter musste vom Notarzt versorgt werden, bevor sie aus dem Wrack geborgen und ins Krankenhaus gebracht werden konnte. Die drei Kinder auf der Rückbank - das jüngste ist fünf, das älteste zehn Jahre alt - kamen zum Glück mit leichten Blessuren davon, heißt es vonseiten der Einsatzkräfte. Sie wurden zur Sicherheit gemeinsam mit dem Vater von der Rettung ins Spital gefahren.

Nach dem Einsatz appellieren die Helfer nun an alle, die nicht aktiv Verletzten helfen oder die Gefahrenstelle sichern: "Die Privatsphäre von Unfallbeteiligten muss respektiert werden!"

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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