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04.12.2016 - 19:41
Zahlreiche Schwerfahrzeuge kamen auf der Schneefahrbahn der A10 nicht weiter.
Foto: APA/BARBARA GINDL

Wintereinbruch "überraschte" mit reichlich Schnee

23.10.2014, 17:15
Nach dem warmen Herbst kam der Wintereinbruch trotz Vorhersage für viele überraschend. In Salzburg, Tirol, Vorarlberg und der Steiermark kam es auch am Donnerstag wegen der weißen Pracht zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen und vorübergehender Lawinengefahr. In Oberösterreich kämpften die Einsatzkräfte gegen Überflutungen.

In Salzburg blieben bereits in der Früh nur mit Sommerreifen ausgerüstete Fahrzeuge auf der Tauernautobahn hängen, sodass diese sowohl vor dem Nordportal des Tauerntunnels als auch vor dem Katschbergtunnel gesperrt werden musste. Erst zu Mittag entschärfte sich die Lage etwas und die Straße konnte wieder freigegeben werden.

In den Niederungen führten die heftigen Niederschläge zu kleinräumigen Überflutungen. Die Schnee- und Regenmengen waren beträchtlich, so wurden vor dem Tauerntunnel 70 Zentimeter Neuschnee gemeldet. In den Nordstaulagen des Alpenhauptkamms wurden bis zum Vormittag verbreitet 50 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter registriert, so Josef Haslhofer von der ZAMG Salzburg.

Der Neuschnee hat auch in Tirol zu Behinderungen geführt. Umgestürzte Bäume verursachten unter anderem am Fernpass Verkehrsprobleme. Zahlreiche Haushalte waren ohne Strom. Bei Verkehrsunfällen wurden mehrere Personen verletzt, viele Autofahrer waren nach Angaben der Polizei mit Sommerreifen unterwegs. Schnee fiel in Tirol laut ZAMG in Höhenlagen ab 800 bis 1.100 Metern, die Lawinenexperten des Landes warnten vor einer "kurzfristig durchwegs kritischen" Situation.

Ähnlich die Lage in Vorarlberg: Der plötzliche Wintereinbruch führte zu zahlreichen Behinderungen. Vor allem im Arlberggebiet, im Bregenzerwald, dem Großen Walsertal und Kleinwalsertal fiel Neuschnee bis unter 800 Meter Seehöhe. In den nördlichen Regionen wurde bis zu einem Meter Neuschnee gemessen, auf der Silvretta bis zu 80 Zentimeter, teilte die Landeswarnzentrale mit.

Nach den Sturmschäden hatten die Einsatzkräfte in der Steiermark vor allem im Bezirk Liezen mit vermehrten Niederschlägen zu kämpfen. Es kam zu kleinräumigen Überschwemmungen. Was für die einen Einsatz und Arbeit bedeutet, kommt anderen gelegen: In Ramsau am Dachstein sowie auf der Schladminger Planai sorgte starker Schneefall für den passenden Start in die Wintersaison.

Auch in Oberösterreich kam es zu lokalen Überflutungen. Die Feuerwehren mussten vor allem Garagen und Keller auspumpen. Besonders betroffen war das Salzkammergut.

23.10.2014, 17:15
AG/red
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