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07.12.2016 - 00:29
Alois Huber brachte sich in seinem Haus in Großpriel um.
Foto: Franz Crepaz, Paul Plutsch

Wilderer- Drama in NÖ: Verlassenschaft verkauft

12.03.2015, 12:36
Im Konkursverfahren um die Verlassenschaft des Wilderers und Amokläufers von Annaberg, Alois Huber, sind nun die Liegenschaft in Großpriel samt Gebäuden sowie Wald- und Wiesengrundstücke in Pöchlarn im Bezirk Melk an zwei Landwirte veräußert worden. Mit einem Gesamterlös von 428.500 Euro lagen die Kaufpreise um 6.800 Euro über dem Schätzwert aus dem Gutachten.

Bei den Käufern handle es sich um zwei ortsansässige Männer, sagte Masseverwalter Johann Huber. Die Liegenschaft in Großpriel sei an einen Nebenerwerbslandwirt gegangen. Auch die Waffen, die sich im Besitz des Wilderers befunden hatten, sind laut dem Masseverwalter mittlerweile veräußert worden. Er rechnete mit einem Abschluss des Konkursverfahrens in den kommenden Monaten.

Liegenschaften werden bis Mai übergeben

Laut Brigitte Dostal vom KSV1870 wurden die Verkäufe der Verlassenschaft in Großpriel und Pöchlarn bereits am 27. Jänner vom Gläubigerausschuss und dem Gericht in St. Pölten genehmigt. Die endgültige Übergabe der Liegenschaften soll bis spätestens Mai erfolgen. Nach Einschätzung von Dostal wird eine Konkursquote von sieben bis zehn Prozent zur Ausschüttung kommen.

Bei der Tagsatzung im Februar 2014 waren von den Gläubigern 7,4 Millionen Euro an Forderungen angemeldet worden, davon erkannte der Masseverwalter 3,8 Millionen an. Bei den Forderungen handelte es sich vorwiegend um Schadenersatzansprüche, die infolge der dem Mann zugeordneten Diebstähle und Brände entstanden waren. Hinzu kommen die Ansprüche der Hinterbliebenen der Opfer.

Drei Polizeibeamte und ein Sanitäter erschossen

Der 55- Jährige hatte am 17. September 2013 drei Polizeibeamte und einen Sanitäter erschossen. Danach verschanzte er sich auf seinem Hof in Großpriel, ehe er sich durch einen Kopfschuss tötete. Laut Polizeiabschlussbericht hatte der Wilderer seit 1994 vorwiegend in Niederösterreich und der Steiermark 108 Straftaten verübt. Der festgestellte Gesamtschaden beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro.

12.03.2015, 12:36
AG/red
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