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29.06.2017 - 12:48
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Foto: YouTube.com / Video: YouTube.com/die wahrenfreunde

Wilde Rangelei bei Bischofsbesuch im Burgenland

02.06.2015, 22:07
Ein unfrommes Schauspiel begleitete die Visitation von Bischof Ägidius Zsifkovics im burgenländischen Großwarasdorf. Denn kurz vor Ende des Besuchs kam es zu einem wilden Handgemenge: Ein aufgebrachter Mann attackierte einen Ordensbruder, der sich offenbar schützend vor den Bischof stellen wollte, dessen Abschied dann auch noch von einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert übertönt wurde. Polizisten, die die Visitation begleitet hatten, verhinderten Übergriffe.

Interessierte Zaungäste des eher unchristlichen Zusammenpralls zwischen Gläubigen und Klerus filmten die Szenen live mit und stellten sie via YouTube ins Internet. Hintergrund der Rangelei dürfte der Ärger vieler Gläubiger über die Ablöse des beliebten Pfarrers Ivan Jelic sein. Der Franziskaner war nach einem Zerwürfnis mit einer Schwesterngemeinschaft vom Bischof abberufen worden.

Diözese spricht von "körperlichen Übergriffen"

Laut Angaben der Diözese Eisenstadt hätten mehrere Zeugen bestätigt, dass es schon vor den im Video gezeigten Szenen zu "körperlichen Übergriffen" einzelner Personen vor der Kirche gegen zwei Franziskanerpatres und gegen einen Pastoralassistenten gekommen sei. Vor der Kirche wartende Personen hätten demnach am Vormittag desselben Tages bei der Visitation in Großwarasdorf versucht, den Bischof und seine Begleitung am Betreten der Kirche zu hindern.

Bischof Zsivkovics habe in Nebersdorf zur Causa des versetzten Geistlichen nochmals Stellung bezogen. Eine "kleine Gruppe" mache jedoch offensichtlich seit Monaten "den kirchlichen Raum zur Spielwiese persönlicher Sympathien". Die Diözese Eisenstadt besitze jedenfalls für den Anfang 2014 abberufenen Franziskanerpater "keinerlei Personalzuständigkeit mehr".

Pater als "Partisan" beschimpft

Der an dem Gerangel beteiligte Pater habe laut Angaben der Diözese erklärt, dass er bereits vor dem gefilmten Zwischenfall "körperlich attackiert und gerüttelt" und als "Partisan" beschimpft worden sei. Zu der Rangelei sei es gekommen, nachdem er selbst "einen Rempler" von hinten bekommen habe und gegen den vor ihm stehenden Mann gestoßen worden sei. Danach habe ihn noch jemand auf die Schulter und auf den Hinterkopf geschlagen, was jedoch nicht am Video zu sehen sei.

02.06.2015, 22:07
Christoph Matzl, Kronen Zeitung/AG/red
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