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06.12.2016 - 22:24
Foto: thinkstockphotos.de, krone.at-Grafik

Wiens Beamte: Insider ortet "schwere Systemfehler"

24.02.2014, 16:29
"Dafür sind Systemfehler verantwortlich", sagt ein Insider zur hohen Zahl an Krankenständen im Magistrat Wien: Dass etwa die Löhne kranker Mitarbeiter oft jahrelang ohne Abzüge weiterbezahlt werden, sei "keine Motivation, bald wieder zu arbeiten". Bereits 5.300 der 65.000 Beamten sind im Langzeitkrankenstand.

Wiens Beamte und Vertragsbedienstete kommen laut einem Kontrollamtsbericht bereits auf 1,4 Millionen Krankenstandstage pro Jahr. Dabei auffällig: Die psychischen Erkrankungen nehmen zu, auch die Zahl an Dauerkrankenständen (60 Tage oder länger) ist hoch – der "Krone"- Bericht darüber sorgte für zahlreiche Reaktionen. So meldeten sich dazu auch Insider aus dem Magistrat: "Mehrere Systemfehler sind für diese Entwicklung verantwortlich."

  • Fehler 1: Während Privatangestellten nach sechs Wochen Krankenstand das Gehalt halbiert wird und sie nach zehn Wochen nur noch 830 Euro zur Deckung des Lebensunterhalts bekommen, bleiben die Beamtenlöhne selbst bei jahrelanger Krankheit unverändert. "Meist gleich bis zur Frühpension", sagt ein "Krone"- Informant.
  • Fehler 2: Die Kontrolle, ob Beamte tatsächlich krank sind, sei "sehr mangelhaft".
  • Fehler 3: Mit den Langzeitkrankenständen vor der Pensionierung werden die Arbeitslosen- und Frühpensionierungs- Statistiken geschönt – die Stadtregierung bleibt ohne Kündigungen sympathisch sozial, für den Steuerzahler ist dieser Weg aber nicht der günstigste.

Personalstadträtin: "Mehr Arbeitsdruck für alle Mitarbeiter"

Personalstadträtin Sandra Frauenberger meint zu den Zahlen: "Alle Mitarbeiter erleben nun mehr Arbeitsdruck. Die Stadt wächst jährlich um 20.000 Einwohner, die Zahl jener, die Wien verwalten, bleibt aber gleich. Das ist auch ein Grund, warum die Zahl psychischer Erkrankungen steigt."

Mit einer Imagekampagne will die Personaldirektion auch junge Jobeinsteiger anwerben: Das Durchschnittsalter der Magistratsmitarbeiter liegt nämlich bei 42 Jahren. Frauenberger: "Übrigens: 27 Prozent unserer Mitarbeiter sind keinen einzigen Tag im Jahr krank."

24.02.2014, 16:29
Richard Schmitt, Kronen Zeitung/red
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