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30.04.2017 - 14:17
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild), univie.ac, krone.at-Grafik

Wiener Studentenblatt bringt Sado- Maso- Storys

13.05.2015, 15:12
"Ich muss mich auf die Folterbank legen, mein Kopf wird mit dem restlichen Seil fixiert, sodass ich ihn kaum heben kann. Mit einem Rohrstock schlägt Dirk nun auf meinen Hintern ein, so fest, dass mir die Luft wegbleibt." Dieser Text ist nicht etwa in der Klubzeitschrift eines Sado-Maso-Swingerklubs oder in einem Drehbuch für eine Hardcore-Version von "50 Shades of Grey" zu lesen - sondern in einer Postwurf-Zeitschrift für alle Studierenden Wiens.

Das Foltersex- Larifari zweier Homosexueller wurde im Studentenblatt "Unique" der Wiener Hochschülerschaft  abgedruckt und an Zehntausende Studenten verschickt. Die "Unique"- Redaktion - die nichts mit der seriösen gleichnamigen Agentur zu tun hat - findet es also offensichtlich lustig, statt nötiger Informationen über Universitätslehrgänge, den Arbeitsmarkt oder Ferialjobs lieber eine Sado- Maso- Story zu bringen.

Was der getippte Porno- Schmarrn oder etwa Texte über die "Auswüchse des Kapitalismus" kosten, hat das Team von schwarzbuchoeh.at  recherchiert: 158.000 Euro jährlich bzw. immerhin 16 Prozent des Jahresbudgets der Wiener Hochschülerschaft. Bekanntlich wird die hiesige Studentenvertretung mit Pflichtbeiträgen - die ja meist die Eltern zahlen müssen - und mit Steuergeld finanziert.

Die Schreiber von "Unique" waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar, die letzte Aktualisierung ihrer Homepage fand im Juli 2012 statt, der letzte Twitter- Eintrag wurde im Winter 2013 verschickt. Vielleicht könnte "Dirk" ja endlich den Rohrstock zur Seite legen und die Fesseln etwas lockern.

Ein Abbestellen der Zeitschrift ist übrigens unmöglich - sie wird jedem, der an der Uni Wien inskribiert ist und seinen Hauptwohnsitz in Wien hat, zugestellt. "Die Tatsache, dass vermutlich sehr viele Ausgaben sofort beim Öffnen des Postkastens im Papierkorb verschwinden, scheint die ÖH Uni Wien trotz der damit verbundenen Ressourcenverschwendung nicht zu stören", kritisiert das "Schwarzbuch".

13.05.2015, 15:12
Richard Schmitt, Kronen Zeitung/kal
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