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06.12.2016 - 05:02
Polizeipräsident Gerhard Pürstl
Foto: Martin A. Jöchl

Wiener Polizei verhaftet "viel mehr große Fische"

03.09.2015, 17:00
"Nein, die Zahlen in der Kriminalstatistik sind nicht manipuliert. Das wäre auch unmöglich", weist Polizeipräsident Gerhard Pürstl jede Verdächtigung prompt zurück. Heuer belasten viel weniger Einbrüche und Überfälle die Wiener. Für die "Krone" analysiert Pürstl die Ursachen für diesen positiven Trend.

Im Zehn- Jahres- Vergleich reduzierte sich die Zahl der Straftaten in Wien um 17 Prozent, während gleichzeitig die Zahl der Einwohner um zehn Prozent stieg. Der Polizeipräsident kann mit dieser Entwicklung durchaus zufrieden sein: "Aber nicht die Polizei alleine macht die guten Zahlen."

Allerdings nennt Wiens Polizeichef dann doch fünf wichtige Gründe, warum die Exekutive etwa die Zahl der Wohnungseinbrüche um 22 Prozent (auf 3935 Fälle) oder die Zahl der Taschendiebstähle sogar um 22 Prozent (von 12.000 auf 9347 Fälle) reduzieren konnte:

  • Erstens werden langfristig die Strukturen der Verbrecher bekämpft. Pürstl: "Wir stellen nicht nur die 'Soldaten' der Banden, sondern auch deren Hintermänner." Wenn diese "großen Fische" in Haft sitzen, hören etwa Einbruchsserien schlagartig auf - das gelang z.B. bei den Balkan- und Moldawier- Banden.
  • Zweitens wird die Spurensicherung immer besser. "Damit erzielen wir zwar oft erst Monate später die Erfolge, aber dafür sicher", sagt der Polizeipräsident.
  • Drittens hilft der Ausbau der Videoüberwachung der Exekutive. Die in den Medien veröffentlichten Kamerabilder aus den U- Bahnen liefern wichtige Fahndungsergebnisse.
  • Viertens hat die Kripo die Zusammenarbeit mit der Staatspolizei verstärkt. Pürstl: "Da wurden gute Ergebnisse bei Problemen mit den in Wien ansässigen Tschetschenen erzielt."
  • Fünftens helfen auch die Wiener viel besser als noch vor wenigen Jahren bei der Prävention von Verbrechen mit. "Vor zehn Jahren wurden noch 20.000 Autos pro Jahr aufgebrochen. Seit die Lenker seltener Wertgegenstände sichtbar im Wagen herumliegen lassen, haben wir weniger als 5000 Fälle", berichtet Pürstl.

Die Prognose des Polizeichefs für die nächsten Jahre: "Die Migration in die EU wird noch lange das wichtigste Thema sein. Es wird entscheidend sein, wie uns die Integration gelingt."

03.09.2015, 17:00
Kronen Zeitung/red
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