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02.12.2016 - 19:13
Karl Bernhauser erhebt schwere Vorwürfe gegen den Hersteller des Kleinbusses.
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Wiener Jurist erhebt Vorwürfe gegen Bushersteller

06.10.2014, 18:13
Eine zehnköpfige österreichische Reisegruppe ist Ende September in Georgien mit einem Minibus verunglückt. Neun der Urlauber, darunter der Wiener Rechtsanwalt Karl Bernhauser, erlitten dabei teils schwere Blessuren. Der Jurist - er hat eine Beckenverletzung sowie einen Bruch des Unterarms und der Nase davongetragen - erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den Hersteller des Busses, die Daimler AG.

Das Unglück geschah am 29. September, die Österreicher - laut Bernhauser stammten die Reiseteilnehmer vor allem aus Wien sowie aus Niederösterreich und der Steiermark - waren den vierten Tag mit dem nagelneu aussehenden Minibus unterwegs. Etwa 50 Kilometer von der Stadt Gori entfernt - auf dem Weg in Richtung Schwarzmeerküste - kam es dann zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden weiteren Kleinbus.

Anwalt ortet Produktmängel am Fahrzeug

Verschuldet habe den Unfall des Minibus Sprinter der Marke Mercedes- Benz zwar der Lenker des anderen Fahrzeugs - dieser sei eingeschlafen und auf die Gegenfahrbahn geraten, weshalb es zur folgenschweren Kollision kam. Die zum Teil lebensgefährlichen Verletzungen der Insassen des Minibusses - alle seien angegurtet gewesen, betonte Bernhauser am Montag - rührten aber von Produktmängeln am Gefährt.

So seien die Sicherheitsgurte am oberen Rand der Rücklehnen befestigt, die Sitze jedoch mangelhaft verankert gewesen, "sodass sämtliche Sitze aus der Verankerung gerissen wurden", schilderte der Anwalt. Die angegurteten Passagiere seien dann samt den Sitzen nach vorne gestürzt.

Schwerste innere Verletzungen bei zwei Opfern

"Zwei Personen erlitten besonders schwere innere Verletzungen. Diese Verletzungen sind darauf zurückzuführen, dass nicht nur diese beiden Personen ebenfalls mit den Sitzen nach vorne geschleudert wurden, sondern dass sich vor diesen Sitzen fixmontierte Tische befanden." Gegen diese seien die Betroffenen mit dem Unterleib geprallt, berichtete der Anwalt.

"Beide Personen wurden derart schwer verletzt, dass sie erst nach einer Woche in der Intensivstation des Krankenhauses in Tiflis mit der ärztlichen Flugambulanz nach Österreich ausgeflogen werden konnten", so Bernhauser.

"Sitze mangelhaft auf Bodenplatte verankert"

Die Verletzungen der Businsassen seien "ausschließlich darauf zurückzuführen, dass die Sitze mangelhaft auf der Bodenplatte verankert worden waren", betonte der Anwalt einmal mehr. Der georgische Reiseleiter, der neben dem Fahrer saß, sei nur leicht verletzt worden, sein Sicherheitsgurt sei an der Karosserie befestigt gewesen. Der Lenker - es gab keinen Airbag - wurde hingegen ebenfalls schwer verletzt. Auch Bernhauser selbst wurde nach dem schweren Unfall drei Tage in Tiflis und danach in Wien stationär behandelt. "Heute Vormittag (Montag, Anm.) habe ich das Krankenhaus auf zwei Krücken verlassen."

Noch am selben Tag konfrontierte Bernhauser dann den Autohersteller, die Daimler AG in Stuttgart, mit seinen Vorwürfen. "Ich gehe davon aus, dass sie eine Rückholaktion starten und eine Mängelbehebung durchführen."

Vorfall wird vom Konzern überprüft

Am Konzernsitz in Stuttgart werde der Vorfall jetzt geprüft, sagte ein Unternehmenssprecher. Er kündigte eine Stellungnahme an, konnte aber noch keinen Zeitpunkt nennen. Außerdem muss sich der Konzern auf finanzielle Forderungen der Betroffenen einstellen. Allein die Rückführung der beiden Schwerverletzten per Flugambulanz kostete jeweils bis zu 30.000 Euro, so der Anwalt. "Laut unserer Reiseleitung ist der entgegenkommende Fahrer nicht versichert, und offenbar war auch der Minibus nicht auf Insassen versichert", erklärte Bernhauser.

06.10.2014, 18:13
AG/red
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