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05.12.2016 - 14:05
Der Lenker wurde im Lkw-Cockpit eingeklemmt.
Foto: BERUFSRETTUNG WIEN/MA 70 / Video: krone.tv

Wien: Verkehrsinfarkt nach schwerem Unfall auf A23

01.06.2015, 08:24
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Südosttangente ist Montagfrüh ein 26-jähriger Lkw-Lenker verletzt worden. Der Sattelschlepper durchbrach im Baustellenbereich am Knoten Prater in Fahrtrichtung Süden einen Teil der Mittelleitschiene, stürzte anschließend um und kam quer auf beiden linken Fahrsteifen zum Liegen. Dadurch kam der Verkehr auf der Tangente sowie in Teilen des Stadtgebiets völlig zum Erliegen.

Nach Informationen der Wiener Berufsrettung geschah der Unfall kurz nach 5 Uhr. Das Führerhaus des Lasters wurde teilweise durchtrennt, der 26 Jahre alte Lenker wurde im Wrack eingeklemmt. "Die Fahrerkabine war dermaßen demoliert, dass die Feuerwehr Probleme bei der Rettung hatte", berichtete Wolfgang Schererbauer von der Wiener Verkehrsabteilung.

Bergung dauerte eine Stunde

Sanitäter betreuten und beruhigten den jungen Mann aus Litauen, der die ganze Zeit bei Bewusstsein war. Der Sattelzug musste zuerst mit Hilfe eines Spezialabschleppfahrzeugs einige Zentimeter bewegt werden, ehe das hydraulische Rettungsgerät zum Einsatz kam. Bis der Mann aus der Fahrerkabine befreit war, dauerte es fast eine Stunde.

Nach Angaben des Wiener Krankenanstaltenverbundes hatte der Mann aber Glück im Unglück, er kam mit Prellungen davon. Er wurde ins Spital gebracht. Die Ladung - 14 Tonnen Rindenmulch - landete teilweise auf der Straße. Teile des umgestürzten Sattelschleppers ragten auch auf die Richtungsfahrbahn Norden, so die Asfinag. Die Berufsrettung war mit drei Rettungsautos sowie einem Notarzt und fünf Sanitätern im Einsatz.

"Fahrzeug verrissen"

Der verunglückte Sattelschlepper fuhr in einem Konvoi von drei litauischen Lastern Richtung Süden. Der Unfallort liegt kurz vor der Erdberger Brücke, wo Baustellen- bedingt zwei Spuren links geradeaus und zwei weitere rechts daneben über eine Ersatzfahrbahn führen. Der erste litauische Laster und ein weiterer, nicht zur Gruppe gehörender wechselten laut Schererbauer knapp davor die Spur - Lkws über 7,5 Tonnen müssen die Ersatzstrecke benützen.

Für den nachfolgenden, von dem 26- jährigen Litauer gelenkten Laster näherten sich Baustelle und Ausweichspuren dadurch zu abrupt: "Er wurde nicht geschnitten, wie unsere Erhebungen ergeben haben, sondern hat durch das Wechseln der beiden Lkw vor ihm die Baustelle zu spät erkannt und verrissen." Vermutlich sei auch der Sicherheitsabstand zu den Vorderfahrzeugen zu gering gewesen, meinte Schererbauer. Hinter dem Fahrzeug des Unfalllenkers folgte noch dessen Vater mit einem weiteren Sattelschlepper.

Über 30 Kilometer Stau

Der Unfall verursachte umfangreiche Staus auf der A23 sowie auf allen Zufahrtsstraßen. Auf der Südautobahn (A2) Richtung Wien reichte die Kolonne bis Guntramsdorf oder Wiener Neudorf, im Bereich der A23/S2 bis zur Hermann- Gebauer- Straße, auf der Ostautobahn (A4) bis zum Knoten Schwechat und auf der A22 bis zur Floridsdorfer Brücke, so Schererbauer.

Zudem kam es zu einem Verkehrsstillstand unter anderem auch auf der Ostautobahn (A4) ab dem Knoten Schwechat Richtung Wien, abschnittsweise auf der Donauuferautobahn (A22), der Reichsbrücke, Lassallestraße oder auch auf allen Straßen rings um den Praterstern sowie auf der Triester Straße. "Insgesamt gab es als Folge des Unfalls um die 30 Kilometer Stau in Wien", sagte ein ÖAMTC- Experte. Es gab noch mehrere kleinere Unfälle sowie Pannen, zum Beispiel Fahrzeuge, die sich im Stau überhitzten.

Erneuerung der Leitschiene

Der Crash hatte zudem im Baustellenbereich schwere Sachschäden verursacht. Auf einer Strecke von rund zehn Metern mussten neue Leitschienen angebracht werden. Zu Mittag waren dann laut Asfinag beide Fahrspuren auf der A23 wieder frei.

01.06.2015, 08:24
AG/red
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