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10.12.2016 - 17:37
Links jener Mann, der seinem Opfer (re.) den Bauchstich zufügte
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER, LPD Wien, Reinhard Holl

Wien: Täter und Opfer wochenlang in selber Zelle

02.06.2015, 11:17
Nach einem Bauchstich in einer Wiener Pizzeria - der Prozess endete Ende Mai mit einem Freispruch - sind Täter und Opfer gemeinsam in einer Zelle in der Justizanstalt Josefstadt gesessen. Wie Peter Prechtl, Leiter der Vollzugsdirektion, einen Bericht des Ö1-Morgenjournals am Dienstag bestätigte, mussten sich die beiden Männer den Haftraum wochenlang teilen.

Bei den Vorgängen am Abend des 2. Aprils 2014 waren in der Pizzeria "Camorra" in Wien- Favoriten ein 28- jähriger Marokkaner und ein ebenfalls aus Nordafrika stammender 24- Jähriger in Streit geraten. Letzterer hatte in dem Lokal behauptet, die Freundin des Angeklagten würde "mit jedem schlafen". Im Zuge der darauf einsetzenden Rauferei stach der Ältere mit einem Messer zu.

Die Wunde des Opfers
Foto: Reinhard Holl

Kein Protest der beiden Häftlinge

Während der 28- Jährige wegen Mordversuchs in U- Haft genommen wurde, kam der 24- Jährige zufällig kurze Zeit später wegen eines anderen Delikts in die gleiche Zelle. Prechtl sprach von einem "unerfreulichen" Vorfall: "Zum Glück ist nichts passiert." Allerdings hätte sich keiner der beiden Häftlinge gemeldet und dagegen Beschwerde erhoben.

Als bekannt geworden ist, dass die beiden in einem Täter- Opfer- Verhältnis stehen, wurden die Männer sofort getrennt. "In der Justizanstalt Josefstadt gibt es 6.000 bis 7.000 Einlieferungen pro Jahr", sagte Prechtl. Man rechnet nicht damit, dass auch das Opfer inhaftiert wird.

Täter in Mailand verhaftet

Der Prozess Ende Mai endete mit einem Freispruch, weil die Geschworenen dem 28- Jährigen zubilligten, in Notwehr gehandelt zu haben. Die Staatsanwältin hatte gegen diese Entscheidung keine Einwände. Mordversuch war deswegen angeklagt, weil der 28- Jährige vor dem Messerstich angeblich "Stirb, Du Hurensohn!" gerufen haben soll. Nach der Tat war er nach Mailand geflüchtet, wo er drei Monate später auf Basis eines Europäischen Haftbefehls festgenommen wurde. Sein Opfer war noch vor das Lokal gelaufen, wo es verletzt zusammenbrach.

02.06.2015, 11:17
AG/red
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