Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
03.12.2016 - 23:06
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Wien: 2.000 Spitalsärzte bei Demo gegen Sparpläne

23.03.2015, 21:06
Sternspritzer statt brennende Mistkübel: Dass Mediziner-Demos weniger Krawallpotenzial in sich bergen als so manche andere Kundgebungen, hat sich am Montag beim Protestzug der Wiener Spitalsärzte gezeigt. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet, aufgeheizt war die Stimmung aber sehr wohl. Laut Ärztekammer taten mindestens 2.000 Menschen ihren Unmut über die geplante Reduktion von Dienstposten kund.

"Das ist fast wie Woodstock", kommentierte eine Aktivistin den Aufmarsch der großteils in weiße Doktormäntel gewandeten Ärzte. Der Umzug fand seinen Höhepunkt am Maria- Theresien- Platz in der Innenstadt. Dort, zwischen Naturhistorischem und Kunsthistorischem Museum, fand am Abend die Schlusskundgebung statt. Ausgangspunkt der Demonstration war die Medizinische Universität in der Spitalgasse gewesen.

Szekeres: "Für die Situation trägt die Politik die Verantwortung"
Die Marschroute führte auch am Rathaus vorbei, in dem mit Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely jene Politikerin tätig ist, die den Krankenhausmitarbeitern als eine der Hauptschuldigen für die Misere gilt. "Für die Situation trägt die Politik die Verantwortung", wetterte der Präsident der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeres. Er bekrittelte in seiner Rede lange Wartezeiten in den Spitälern, immer länger werdende Wartelisten auf Operationen sowie den Umstand, dass es immer noch Gangbetten gebe: "Die sind keine Fata Morgana."

Er verwies auf die - auch von ihm unterzeichnete - Vereinbarung mit der Stadt zur Arbeitszeitregelung im Krankenanstaltenverbund, also den städtischen Spitälern. "Sie wurde gebrochen, bevor sie in Kraft getreten ist", beklagte er. Vordringliches Ziel der Politik sei gewesen, Dienste zu reduzieren. Kammer- Vizepräsident Hermann Leitner pflichtete dem bei: "Eine Strukturreform damit zu beginnen, die Köpfe zu definieren, die weggespart werden sollen, das geht nicht."

"Politik und die Spitalsbetreiber müssen nun Probleme lösen"

Die Politik und die Spitalsbetreiber müssten nun die Probleme lösen - nicht die Ärzte. Gelingt das nicht, sollen die Proteste weitergehen: Gernot Rainer, der Obmann der Ärztegewerkschaft Asklepios, hielt einen "Arbeitskampf" durchaus für möglich, wobei er vorerst noch keine konkrete Maßnahmen skizzierte. Von den derzeit laufenden Verhandlungen am Allgemeinen Krankenhaus (für dessen Ärzte die Med- Uni verantwortlich ist, Anm.) berichtete AKH- Betriebsrat Martin Andreas. Sein Befund fiel nicht sonderlich rosig aus: "Die Stimmung am AKH ist schlecht."

Zum Finale der Ärztedemonstration wurden Hunderte Wunderkerzen entzündet - um das Gesundheitssystem wieder zum Leuchten zu bringen, wie es hieß. Ein Überblick über die Leistungen der Ärzteschaft bot auch das am Platz errichtete "Vorsorgedorf". In kleinen Pavillons wurden Blutdruck oder Blutzucker gemessen. Auch Beratungen etwa zum Thema Ernährung wurden angeboten. Der Andrang im Demo- Dorf hielt sich jedoch eher in Grenzen.

23.03.2015, 21:06
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum