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24.03.2017 - 17:47
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Wetter beschert Badesaison 2014 Negativbilanz

15.09.2014, 12:38
Regen und kühles Wetter haben im heurigen Sommer weit mehr zu Couchaktivitäten als zu Badeausflügen eingeladen. Das schlägt sich nun auch negativ in der Bäderbilanz nieder. Wien verzeichnete etwa die zweitschlechteste Saison seit dem Jahr 1990. Bis zu 60 Prozent weniger Badegäste wurden andernorts verzeichnet. Auch in den übrigen Bundesländern fiel der Badespaß fast überall sprichwörtlich ins Wasser.

In Wien konnten sich in der Saison 2014 nur rund 1,8 Millionen Menschen für einen Sprung ins kühle Nass begeistern, das bedeutet ein Minus von 38,5 Prozent gegenüber 2013, wie die zuständige MA44 am Montag berichtete. Das Minus fällt besonders drastisch im Vergleich zum starken Sommer des vergangenen Jahres aus. Denn während man heuer gerade einmal 25 Badetage (über 20.000 Besucher) zählte, waren es 2013 noch 45. Aber auch wenn man mit den Durchschnittsbesucherzahlen der vergangenen Jahre rechnet, schneidet der Sommer 2014 schlecht ab: In den vergangenen 25 Jahren zählte man durchschnittlich 2,348.652 Badegäste, das bedeutet für heuer einen Verlust von 22,36 Prozent gegenüber einem Durchschnittsbadejahr. "Die Badesaison war de facto am 11. August vorbei", erklärte Martin Kotinsky von der MA44.

Das rundum erneuerte und neu benannte St. Pöltner Freibad "citysplash" hat in seiner ersten Saison im Vergleich zur alten Anlage ein Umsatzplus von knapp 30 Prozent erzielt: Von Juni bis Anfang September wurden 46.000 Badegäste verzeichnet. Die anderen Freibäder in Niederösterreich hätten hingegen aufgrund des extrem schlechten Wetters Einbußen im Bereich von 30 bis 50 Prozent hinnehmen müssen.

Im Burgenland ist die heurige Badesaison ebenfalls ins Wasser gefallen. Dem entsprechend verhalten ist die Stimmung bei Bade- und Freizeitbetrieben. Zwischen 25 und 60 Prozent weniger Besucher wurden gezählt, hieß es aus einigen der größeren See- und Freibäder. In Eisenstadt hat man 21 Prozent weniger Eintrittsgelder kassiert, als im Vorjahr. "Eine Katastrophe" war der diesjährige Badesommer in Ritzing, wo der Besucherrückgang am Sonnensee heuer im Vergleich zum Vorjahr 60 Prozent ausgemacht habe, schilderte Bürgermeister Walter Roisz. Rund ein Viertel weniger Badegäste tummelten sich heuer im Strandbad Podersdorf. Auch am Westufer des Neusiedler Sees kam keine Freude auf: Ins Seebad Rust strömten diesmal um etwa 30 Prozent weniger Gäste.

In Kärnten ist die Badesaison zwar noch nicht ganz vorbei, dennoch lässt sich schon jetzt sagen, dass die Bilanz keinen Grund zur Freude geben wird. Das Klagenfurter Strandbad verzeichnete bisher 258.000 Besucher. 2013 waren es 430.000. Geschäftsführer Gerald Knes: "Die Saison hat im Mai ganz gut angefangen, wir haben viele Saisonkarten verkauft." Danach war der Sommer bald wieder vorbei. "Wir haben in den Strandbädern der Klagenfurter Stadtwerke zum Glück einen hohen Stammkundenanteil", sagte Knes. Badeschluss im Strandbad ist am 28. September. Als Konsequenz wird dafür heuer das Hallenbad in Klagenfurt früher als geplant aufgesperrt: die Sauna am Freitag, die Schwimmhalle am Montag.

Nicht berauschend war die Saison auch in der Steiermark: Die derzeitige Prognose für die Grazer Freibäder liege mit Ende September bei einem Minus von 16 Prozent im Langzeitschnitt und einem Minus von 26 Prozent (minus 85.000) im Vergleich mit 2013. Dieses Jahr steht für den bisher besten Sommer.

In Linz in Oberösterreich habe der städtische Betreiber der Freibäder, die Linz AG, mit insgesamt rund 275.000 Besuchern ein Minus von 24 Prozent gegenüber dem Jahr 2013 verzeichnet, bilanzierte der zuständige Thomas Lettner. 2013 sei allerdings ein besonders gutes Jahr gewesen. Gegenüber "Normal"- Jahren betrage der Rückgang zwischen 15 und 18 Prozent. Dass er nicht größer ausgefallen sei, liege an der Kombination von Frei- und Hallenbad.

In der Stadt Salzburg ist die heurige Freibad- Saison komplett ins Wasser gefallen. Nur 156.006 Gäste haben in diesem Sommer eines der drei städtischen Bäder besucht. Damit liegt man massiv unter den Zahlen der vergangenen Jahre, in denen im Durchschnitt rund 270.000 Wasserratten die Drehkreuze passierten. Für die Stadt ist das triste Ergebnis jedenfalls Grund, Trostpflaster zu verteilten: Als kleine Wiedergutmachung für die vielen verärgerten Saisonkartenbesitzer werden für den kommenden Sommer fünf Saisonkarten über Facebook  verlost.

Die Tiroler Bäder haben im Vergleich mit der Rekordsaison 2013 ein Besucherminus von 28 Prozent hinnehmen müssen. Der Umsatz ging um 8,61 Prozent auf rund 10,1 Millionen Euro zurück. Diese Zahlen nannte Josef Fiegl, der Obmann der Tiroler Bäderbetreiber, am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz in Innsbruck.

Als "überhaupt nicht gut" fasste Alexander Fritz von den Stadtwerken Bregenz die Sommerbadesaison in der Landeshauptstadt von Vorarlberg zusammen. Das Strandbad Bregenz zählte etwa bis zum Saisonschluss am 7. September nur 93.500 Besucher, im Jahr davor waren es noch 163.600 gewesen. Ab Ferienbeginn sei "nichts mehr gegangen", so Fritz. Ein ähnlich düsteres Bild zeichnete Markus Mätzler vom Parkbad Lustenau. Nicht ganz so schlecht zeigt sich die Bilanz in Feldkirch. Man sei noch mit einem blauen Auge davongekommen, hieß es seitens der Stadt.

15.09.2014, 12:38
AG/red
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