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10.12.2016 - 05:23
Foto: tvthek.orf.at, facebook.com

Voting- Bluff des ORF empört die "Krone"- Leser

18.03.2015, 18:48
Unsere Leser sind empört: Hat der ORF 445.000 Gebührenzahler getäuscht? Die "Slowenin", die "Twelve points go to..." bei "Wer singt für Österreich?" verkündete, ist eine Klagenfurter Schülerin. Ihr Auftritt war nicht "live" und auch keine "Schaltung" nach Laibach. Der ORF versucht zu beruhigen, doch viele Fans sind richtig sauer. Auch zahlreiche krone.at-Leser machen ihrem Ärger in den Story- und Forumskommentaren und auf Facebook Luft. Wir haben einige Meinungen für Sie gesammelt - und freuen uns auch auf Ihre!

"Der ORF hat getan, als ob. Und das ist nie gut", sehen auch einige Bands, die an "Wer singt für Österreich?" teilgenommen haben, die Song- Contest- Show nicht wirklich positiv. Nach dem Proteststurm gegen die "Live- Schummelei" beim internationalen Jury- Voting (die "Krone" berichtete ) stellt etwa die Sängerin der zweitplatzierten Band DAWA fest: "Fakt ist, dass da was schief lief. Ich kann den Ärger verstehen."

Und die Band Folkshilfe meint: "Wir haben kein Problem mit dem ORF. Aber klar, dass sich die Zuseher getäuscht fühlen. Jetzt ist's zu spät, das Drama ist da. Wir hoffen aber, dass es dem ESC nicht schadet."

"Zero Points" für den ORF

Zwei Monate vor Österreichs großer Eurovisions- Show könnte die Stimmung aber deutlich besser sein. Tausende TV- Zuseher und "Krone"- Leser ärgern sich besonders über folgende Punkte:

  • Die "Wer singt für Österreich"- Moderatorin Mirjam Weichselbraun hatte bei der Show mit keinem Wort erwähnt, dass die "internationale Jury" Band- Acts bewertet hat, die sieben Tage zuvor aufgezeichnet worden sind.
  • Der ORF verschwieg, dass keine einzige Zuschaltung eines "Moderators" aus Lettland, Slowenien, Italien etc. tatsächlich live war.
  • Eine Klagenfurter Schülerin durfte eine "slowenische" Moderatorin spielen.
  • Die nachweislich in Österreich lebenden Hobby- Moderatoren mussten aber trotzdem Englisch sprechen.
  • Das ganze Konzept des Votings war auch für die Bands unverständlich.

Führung bedauert Eurovisions- Bauchfleck

Nach einer längeren Schrecksekunde reagierte nun auch die ORF- Führung auf die Eurovisions- Panne. Ein Sprecher der Generaldirektion sagte im "Krone"- Gespräch: "Wir finden ja auch, dass das unglücklich gelaufen ist." Die Verantwortung trage die Regisseurin der Sendung. "Und natürlich TV- Programmdirektorin Kathrin Zechner", kommt es dazu noch inoffiziell aus der ORF- Führungsetage. Nachsatz: Generaldirektor Alexander Wrabetz habe von diesen Ideen nichts gewusst.

Die anfängliche Begeisterung für die "Wer singt für Österreich?"- Show ist jedenfalls ganz schnell in Empörung umschlagen. Viele Fans sind bestürzt über diese "Sauerei" - und fordern nun nicht nur ein Ende der "Zwangsgebührenzahlungen"…

"Vorsätzliche Täuschung"

Einleitend kann krone.at- Leser derobjektive der Causa fürs Publikum etwas Positives abgewinnen: "445.000 Leute haben jetzt die Möglichkeit den Sender wegen vorsätzlicher Täuschung zu klagen und die Gebühren zurück zu verlangen". Ähnlicher Meinung scheint auch User alanloy zu sein: "(Ein) ganz klarer vorsätzlicher, vorgetäuschter Betrug an allen Pflicht- Gebührenzahler. Wo ist die Staatsanwaltschaft?". sixpackjunkie hingegen hat scheinbar schon Konsequenzen gezogen und verkündet auf krone.at: "Habe den ORF gestern abgemeldet! Brauche keine Erlagscheine von Betrügern!".

krone.at- User tightvac hingegen hofft wohl noch auf ein allgemeines Ende der Gebührenpflicht: "Zwangsgebühren abschaffen, sofort!". Dem pflichtet auch Alexander G. auf Facebook bei: "Weg mit der GIS und der ORF soll sich endlich selbst finanzieren! Wie es die Konkurrenz schon erfolgreich macht."

Bei allem Ärger, auch Enttäuschung wird in unseren Foren großgeschrieben. User abergeh fühlt sich getäuscht: "Habe das dritte Drittel der Show gesehen und war angenehm überrascht. Dachte, dass dies eine nette Idee sei. In neuem Licht betrachtet finde ich das gelinde gesagt eine Frechheit." Das findet auch Facebooker Rene V.: "Jetzt fangen sie bei so umgedeuteten Dingen auch schon zum Lügen an!"

"Da tun sich Abgründe auf"

Alles Lüge? Das empfindet offenbar auch jimmy999: "(…) Der ORF hat die Gebührenzahler wieder einmal total verarscht - unfassbar", während monaso dem Sender Manipulationen unterstellt: "Der ORF manipuliert doch ununterbrochen, auch politisch! Solange sie Zwangsgebühren erhalten, machen sie weiter, was sie wollen!" Leser ferdinand70 schlägt in dieselbe Kerbe ("Lug und Trug. Schön langsam wird das unheimlich. Chinesische Verhältnisse. Lang leben wird der Staatsfunk nicht mehr. Das Volk manipulieren, dass ist ihre Sache…") und auch nonanasowas unterstellt dem ORF eine Täuschung: "Typisch 'Rotfunk' - tricksen und täuschen, das ist beim ESC ja an der Tagesordnung, heuer wurde eine 'Wahl' ermöglicht, die in Wahrheit manipuliert ist, letztes Jahr wurde bestimmt! Also alles ein Sch...." mich- schaudert wirft eine Idee in den Raum, wie dies verhindert werden könnte: "(...) Jeder selbst Schuld. Nix schauen, nix anrufen, dann werden's sehen, wenn die Hörer- /Seherzahl am Boden sind…"

Facebook- Fan Walter R. betrachtet den Bluff anscheinend ganz unaufgeregt: "(…) Ist wirklich noch jemand so naiv zu glauben, dass in den (allen!) Medien nicht getrickst wird. Hauptsache recht viele Dodeln senden kostenpflichtige SMS in Massen und sponsern somit zusätzlich zu den Beiträgen. Und Werbung lässt sich durch Quote auch noch verkaufen. Das Ergebnis der Show: Wurst..."

"ERBÄRMLICH - ORF !"

Derobjektive bringt noch eine andere vermeintliche Trickserei des ORF zur Sprache: "Das ist wieder einmal ein super Ding, was sich dieser Sender erlaubt hat. Nicht genug, dass wir uns z.B. beim 'Musikantenstadl' und anderen Musiksendungen die Playbackbänder anhören müssen, obwohl die Künstler ein Mikro vorhalten, das ist auch Betrug, wenn man es genau betrachtet. So nun ein weiter Betrug am Zuseher. Super, wenn das ein anderer macht, sofort 'Runder Tisch', 'Thema' usw.. Aber im eigenen Haus wird das natürlich sofort unterbunden und unter dem Tisch gekehrt."

deradler wünscht sich gleich eine Neugestaltung des ORF: "Wann wird der ORF endlich privatisiert?? Dann wäre die Narrenfreiheit vorbei." Leser Homer1970 bemerkt dazu in den Storykommentaren lapidar: "Wenn schon bescheissen, dann so dass es der Beschissene nicht merkt." Wohl ironisch äußert sich auch BananenRepublikaner: "Dr. Wrabetz wird mit 25.000 Euro im Monat recht fürstlich entlohnt, um den Zusehern die perfekte Illusion zu liefern. Wie könnt ihr denn so einfach unser Weltbild vom 'Bildungsauftrag des ORF' zerstören?". harryklein06 findet den Verkauf von Illusion im TV vertretbar: "Wer alles im TV für bare Münze nimmt, dem fehlt es wirklich an Intelligenz. Außerdem hat sich der ORF mit diesem kleinen Trick sehr viel Geld erspart... TV ist Illusion, und das ist auch gut so."

Und was meinen Sie?

Wir wollen auch Ihre Meinung lesen: Diskutieren Sie mit Tausenden krone.at- Lesern in unseren Storypostings oder auf Facebook !

18.03.2015, 18:48
red/mrt/Richard Schmitt/Maida Dedagic
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