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29.04.2017 - 22:33
Foto: APA/Herbert Neubauer

Verwechslung mit Folgen: Falsche Leiche begraben!

21.03.2017, 10:46

In der Oststeiermark ist von einem Bestattungsunternehmen versehentlich die falsche Leiche begraben worden. Der fatale Irrtum fiel erst auf, als die andere Familie ihren Angehörigen ein letztes Mal sehen wollte. Die Verwechslung zieht nun Konsequenzen nach sich: Ein eigenes Protokoll, das von zwei Personen ausgefüllt werden muss, soll künftig derartige Vorfälle verhindern.

Die Familie hatte den verstorbenen 90- jährigen Steirer aus Weiz noch einmal sehen wollen, ehe der Leichnam ins Krematorium gebracht werden sollte. Doch als die Hinterbliebenen in den Sarg blickten, lag dort nicht ihr Angehöriger, sondern ein 86 Jahre alter Mann aus dem benachbarten St. Ruprecht an der Raab. Dieser hätte eigentlich schon drei Tage zuvor begraben werden sollen. Doch an seiner Stelle wurde irrtümlich der 90- Jährige zu Grabe getragen.

"Menschlicher Fehler, der so nicht vorkommen darf"

Das Unternehmen gab zu, dass ein Mitarbeiter den Zettel am Fuß des Verstorbenen zu wenig beachtet hatte, wodurch es zur Verwechslung gekommen sei: "Es war ein menschlicher Fehler, der so nicht vorkommen darf", erklärte der Chef der Krematoriums.

Foto: dpa/Angelika Warmuth

Den Fehler behob man umgehend: Die Leiche des 90- Jährigen wurde exhumiert und nach Weiz gebracht, während die Leiche des 86- Jährigen mit einer Einsegnung in das richtige Grab in St. Ruprecht hinabgelassen wurde.

Vier- Augen- Protokoll soll künftige Verwechslungen verhindern

Die Geschäftsführung zieht ihre Lehren aus dem Vorfall: Künftig soll ein eigenes Protokoll zu führen sein, dessen Richtigkeit zwei Personen unterschreiben müssen.

Redaktion
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