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07.12.2016 - 23:52
Vier der fünf Retter (v.l.n.r.): Arnold Kurt, Bernhard Magritzer, Roland Hufnagl und Michael Huber
Foto: Polizei

Verletzter durch Zufall von Polizisten entdeckt

10.11.2016, 07:48

Zu Lebensrettern in Uniform wurden fünf Alpinpolizisten bei einem Forstunfall im oberösterreichischen Bad Ischl. Die Beamten waren auf dem Weg zu einer Übung und blieben auf der B 145 stehen, weil ein Baum auf der Fahrbahn lag. Bei der Nachschau fand einer von ihnen einen schwer verletzten Forstarbeiter, der blutend auf einer Wiese lag.

Die fünf Alpinpolizisten fuhren gegen 8.50 Uhr Richtung Bad Ischl. Kurz vor der Abfahrt ins Weißenbachtal sahen sie einen Baum, der auf der Fahrbahn lag. "Zwei, drei Autos vor uns sind vorbeigefahren. Ich hab meinen Leuten gesagt, dass wir anhalten und den Baum wegheben. Ich bin dann den Wiesenhang hoch und hab den schwer verletzten Forstarbeiter gefunden", berichtet Bernhard Magritzer, der Chef der Alpinpolizei Gmunden, über den ungeplanten Rettungseinsatz.

"Jetzt bleibst einmal sitzen"

"Der Forstarbeiter ist am Boden gelegen, war zuerst noch bewusstlos, ist dann langsam zu sich gekommen. Aber er war noch ganz benommen. Er wollte aufstehen, dann ist er wieder zusammengesackt. Ich hab zu ihm gesagt: 'Jetzt bleibst einmal sitzen'", so Margritzer.

Die Alpinpolizisten leisteten dem Schwerverletzten, der stark am Kopf blutete, Erste Hilfe und alarmierten die Rettung. Der Forstarbeiter - es handelt sich um einen 23- Jährigen aus St. Koloman in Salzburg - wurde ins Ischler Krankenhaus eingeliefert.

"Fichte in falsche Richtung gefallen"

"Anscheinend hatte sich beim Fällen eine Fichte gedreht, ist dann in die falsche Richtung gefallen und hat dabei den Arbeiter getroffen. Er war alleine beschäftigt und trug die vorgeschriebene Schutzkleidung", so Magritzer.

10.11.2016, 07:48
Christoph Gantner, Kronen Zeitung
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