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18.01.2017 - 13:12
Johann Wallner mit seiner Frau Andrea
Foto: Marion Hörmandinger

Vater rettet Frau und Kind aus brennendem Haus

09.09.2015, 07:42
Der Akku des Handys des neunjährigen Sohnes, das über Nacht aufgeladen werden sollte, brachte eine Familie im oberösterreichischen Gosau in Lebensgefahr: Er geriet in Brand, Flammen griffen auf die Kücheneinrichtung über, Qualm zog durchs ganze Haus. Hausherr Johann Wallner reagierte geistesgegenwärtig und rettete seine Familie über den Balkon.

Gegen 5.45 Uhr frühstückte einer der Söhne alleine in der Küche, fuhr dann zur Arbeit. Kurz darauf zogen dichte Rauchschwaden durchs Haus: Ein Handyladegerät war in der Küche in Brand geraten. Im Schlafzimmer im ersten Stock wurde das Ehepaar Johann und Andrea Wallner gerade noch rechtzeitig munter. "Ich hab' ein Geräusch gehört, das war sicher unsere Katze 'Maxi'", erzählte der Landwirt der "Krone".

Zu diesem Zeitpunkt war das Stiegenhaus schon völlig verqualmt. "Ich bin vom Balkon aus auf mein darunter stehendes Auto gesprungen, hab' dann eine Leiter für meine Frau besorgt, die inzwischen unseren neunjährigen Sohn Jakob aus dem Bett geholt hat, und hab' sie in Sicherheit gebracht", erzählt Wallner von den dramatischen Minuten.

Katze flüchtet durch eingeschlagene Tür

Anschließend schlug Wallner noch eine Glastür ein, um noch einmal ins Haus zu gelangen. "Ich wollte ein Handy suchen, dabei zog ich mir Schnittverletzungen am Arm zu." Das Mobiltelefon fand der 48- Jährige zwar nicht, dafür konnte die Katze durch die eingeschlagene Tür ins Freie laufen. "Und das hatte sie sich wahrlich verdient, nachdem sie uns gerettet hat." Kurz darauf war die Feuerwehr zur Stelle und brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Der Schaden im Haus liegt bei 60.000 Euro.

"Im Hinblick auf die Vielzahl der in Haushalten verwendeten Ladegeräte werden solche Brandursachen immer häufiger", weiß Arthur Eisenbeiss, der Direktor der Brandverhütungsstelle für Oberösterreich. Er empfiehlt, prinzipiell nur Original- Akkus zu verwenden - "und diese am besten auf Keramik oder Blech und abseits von Polstermöbeln oder Vorhängen stellen, um ganz sicher zu gehen!"

09.09.2015, 07:42
Johann Haginger, Kronen Zeitung/red
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