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24.04.2017 - 17:37
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Vater missbrauchte eigene Kinder: 4,5 Jahre Haft

06.02.2014, 12:22
Ein 51-jähriger Familienvater, der sowohl seine unmündige Tochter als auch den unmündigen Sohn jahrelang sexuell schwer missbraucht hatte, ist am Donnerstag am Landesgericht Wiener Neustadt zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Außerdem wurde die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verfügt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Zwar hatte der Elektriker zu Beginn des Prozesses die gegen ihn erhobenen Vorwürfe noch geleugnet, am Donnerstag legte der 51- Jährige dann doch ein Geständnis ab. "Mein Herz tut so weh. Ich schäme mich so. Es tut mir so leid, es war ein Fehler. Ich liebe meine Kinder", gab er unter Tränen seine Schuld zu.

Übergriffe wurden erst acht Jahre später publik

Die Kinder waren erst sechs und neun Jahre alt, als sich der Vater an ihnen verging. Fünf Jahre lang dauerte das Martyrium der beiden. Die Übergriffe würden Lernzwecken dienen, suggerierte der Angeklagten den Opfern. Als die Kinder älter wurden, drohten sie dem Vater mit einer Anzeige - der Mann ließ daraufhin von ihnen ab. Tatsächlich wurden die sexuellen Übergriff erst acht Jahre später publik - wohl auch deshalb, weil der Mann für einige Zeit in die USA gegangen war.

Psychiater Karl Dantendorfer beschrieb den Angeklagten vor Gericht als manisch depressiven, an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung leidenden Charakter. "Trotzdem hebt das die Zurechnungsfähigkeit nicht auf, der Mann wusste, dass er Unrecht beging", erklärte Dantendorfer. Er sagte dem 51- Jährigen ein "über der Norm erhöhtes Risiko für Rückfälle" zu.

Opfer erhalten je 10.000 Euro Schmerzensgeld

Der 51- Jährige wurde unter anderem wegen Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses und versuchter Blutschande schuldig gesprochen. Deshalb verurteilte ihn das Gericht auch dazu, seinen Kindern jeweils 10.000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Der Mann nahm das Urteil an. Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab.

06.02.2014, 12:22
AG/red
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