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18.01.2017 - 00:25
Foto: APA/ROLAND SCHLAGER (Symbolbild)

Vater hielt Familie vier Stunden in "Geiselhaft"

16.07.2015, 07:02
Vier Stunden hat ein 54-jähriger Mann im oberösterreichisch-salzburgischen Grenzgebiet nahe Unterach am Attersee seine Familie in "Geiselhaft" gehalten und das Haus verbarrikadiert. Nur der Sohn konnte flüchten und Alarm schlagen. Da ein Kleinkalibergewehr im Spiel war, wurde die Cobra alarmiert - die Beamten stoppten schließlich den flüchtenden Mann.

Gegen 23 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Der Sohn hatte vor dem randalierenden Vater - in der Familie hatte es schon länger Reibereien gegeben - zum Nachbarn flüchten können. Die Mutter und seine Schwester - die Geschwister sind knapp über 20 Jahre alt - waren aber weiter im Haus in der Ortschaft Oberburgau eingesperrt. Einen Zugriff wagten die Polizisten nicht, da sie von der Waffe wussten und den 54- Jährigen nicht weiter provozieren wollten.

Cobra nahm Kontakt auf

Über den Arzt des Familienvaters bekam die Polizei - diese hatte sich inzwischen Unterstützung von der Cobra geholt, die auch über Verhandlungsexperten für Geiselnahmen verfügt - Kontakt zum 54- Jährigen. Auch mit der Tochter konnte die Polizei sprechen, da sie ihr Handy bei sich hatte. An eine Flucht war jedoch nicht zu denken.

Der Vater verbarrikadierte sich in der Zwischenzeit im Keller. Als er jedoch merkte, dass seine Situation ausweglos war - da war es schon knapp drei Uhr früh -, entschloss sich der 54- Jährige zur Flucht und raste mit dem Auto davon. Doch er kam nicht weit, Cobra- Polizisten konnten ihn wenig später stoppen. Inzwischen war seine physisch unverletzte Familie bereits in Sicherheit gebracht. Der "Geiselnehmer" wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

16.07.2015, 07:02
Markus Schütz, Kronen Zeitung/red
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