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04.12.2016 - 13:21
Dem Karajan-Denkmal wurde der Taktstock entwendet.
Foto: Neumayr/MMV

Vandalen brachen Taktstock von Karajan- Denkmal ab

15.12.2014, 00:30
Jahrzehnte lang hat er Salzburgs Festspielen den Stempel aufgedrückt, seine Opern und Konzert-Aufzeichnungen sind legendär und begehrt: Herbert von Karajan schwang bis 1989 den Taktstock. 2001 wurde ein Denkmal für den weltberühmten Dirigenten enthüllt. Dem entrissen Unbekannte nun den Taktstock.

Der Zwischenfall dürfte sich bereits in der Nacht zum Samstag ereignet haben. Karajans lebensgroße Bronze- Skulptur steht im Vorgarten seines Geburtshauses am Elisabethkai unmittelbar beim Zugang zum Makartsteg. Hier war der berühmte Dirigent 1908 zur Welt gekommen, heute residiert hier die internationale Salzburg Agentur.

Dirigenten- Denkmal wurde 2001 enthüllt

Das Karajan- Denkmal war am 14. Dezember 2001 von seiner Witwe Eliette von Karajan enthüllt worden. Entworfen hat die Bronze- Statue die 1940 in Krumau in Tschechien geborene Künstlerin Anna Chromy. Sie arbeitet vornehmlich in ihrem Atelier in Pietrasanta in der Toskana, hat aber die Mozartstadt häufig besucht und auch andere Werke geschaffen.

So kennt jeder Salzburger ihre düstere Bronze- Skulptur "Die Pieta", die einen leeren Mantel zeigt und unter den Dombögen steht. In ähnlichen Ausführungen findet man sie auch in Prag, Athen und im Vatikan. Auch die Salzburger Staatsbrücke sollte die Künstlerin mit vier ihrer Skulpturen, jeweils an den Eckpfeilern des Salzachüberganges, schmücken, was Salzburgs Politiker aus Kostengründen aber ablehnten.

Motiv noch völlig unklar

Wie lange der bronzene Karajan nun ohne Taktstock auskommen muss, steht noch nicht fest. Die Vandalen, die den Taktstock abbrachen, ließen Teile von ihm im Vorgarten zurück. Auch über das Motiv der Vandalen ist nichts bekannt. Um Karajans Taktstock abzubrechen, mussten sie jedenfalls einen hohen Eisenzaun überwinden. Die Polizei sicherte alle Spuren und ersucht Zeugen, die etwas vom Vandalenakt in der Nacht zum Sonntag bemerkt haben, sich zu melden. Die Höhe des Schadens ist derzeit noch unbekannt.

15.12.2014, 00:30
Wolfgang Weber, Kronen Zeitung/red
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