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10.12.2016 - 21:01
Alexander Van der Bellen präsentiert ein Wahlplakat.
Foto: AP / Video: APA

Van der Bellen stellt zweite Plakatwelle vor

18.11.2016, 16:38

Bundespräsidenschaftskandidat Alexander Van der Bellen hat am Freitag die zweite Plakatwelle für die Wahlwiederholung am 4. Dezember vorgestellt. Dabei stellt er sich einmal mehr als "Präsident der Vernunft" dar und ruft zu "Wählen! Nicht wundern!" auf. In sozialen Netzwerken machte aber ein anderes "Plakat" von Van der Bellen die Runde. Darauf ist der 72- Jährige in Anspielung auf den jüngsten Herr- der- Ringe- Schlagabtausch mit der FPÖ als Zauberer "Vandalf" zu sehen.

Bei der Präsentation - auch bei herbstlich- nasskaltem Wetter wieder im Garten des Palais Schönburg - zeigte sich Van der Bellen auch im elften Wahlkampfmonat voller Energie. Die gebe ihm die "wunderbare Bewegung, die mich trägt", die Unterstützung durch die vielen jungen Menschen, die gar nicht politikverdrossen seien, sondern eine "neue Art Politikinteresse" zeigten.

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Für "breite Mitte der Gesellschaft"

"Unser Präsident" - wie auf einem Plakat samt "Für das Ansehen Österreichs" steht - werde er schon jetzt im Wahlkampf manchmal gerufen. Am Plakat sei das "Versprechen und Programm": Er hoffe, dass ihn möglichst bald nach der Wahl möglichst viele Österreicher als "unser Präsident" empfinden.

Die durchgehend betonte "Gemeinsamkeit" wird jetzt mit "Vernunft statt Extreme. Unser Präsident der Mitte" unterstrichen: Er wolle "die breite Mitte der Gesellschaft" vertreten, und diese unterstütze ihn auch - "von der Krankenschwester über die Lehrerin bis zu (Christian) Konrad und (Hans Peter) Haselsteiner". Mit "Wählen! Nicht Wundern. Für das Ansehen Österreichs" versucht Van der Bellen, Unentschlossene und Nichtwähler vom Mai für sich zu gewinnen - und klarzumachen, dass es "nicht nur um zwei Personen, sondern um eine echte politische Entscheidung" gehe.

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Angriffig gegenüber der FPÖ

Durchaus angriffig zeigte er sich gegenüber dem Gegner - nicht nur FPÖ- Kandidat Norbert Hofer, sondern auch Parteichef Heinz- Christian Strache: Straches Kritik an der deutschen Kanzlerin Angelika Merkel sei "ein mutwilliges Spiel mit dem Ansehen Österreichs und österreichischen Arbeitsplätzen". Die FPÖ sehe die Hofburg- Wahl nur als "Etappe auf dem Weg, Strache als Bundeskanzler zu etablieren", merkte er unter Kritik an diversen Hofer- Aussagen ("Sie werden sich noch wundern, was alles geht", "Nichts und niemand wird uns aufhalten") an.

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

"Größte Bürgerbewegung" als Unterstützung

Wahlkampfmanager Lothar Lockl strich die Unabhängigkeit Van der Bellens hervor: Dass dieser Grünen- Chef war, sei lange her. Der Wahlkampf sei von privaten Spendern finanziert und von der "größten Bürgerbewegung" getragen, die es jemals für eine Wahl gegeben habe. 200 bis 300 Menschen pro Tag würden sich in der "Mitmach- Zentrale" melden. Gerade seien eine "Initiative Katholiken für Van der Bellen" und eine Facebook- Gruppe "Hobbits für Van der Bellen" entstanden, ein Designer entwerfe eigens Motorradjacken, Blasmusikkapellen und andere Musiker würden Videos pro Van der Bellen ins Netz stellen, auch viele Unternehmer, Bauern oder Gastwirte fänden sich in der "breiten Bewegung" - "weil es sich für ihn zu kämpfen lohnt".

Die "hoffentlich" letzten Wahlplakate richten sich an drei Gruppen, so Lockl: die Unentschlossenen, die Nichtwähler vom Mai und "an die Menschen, die glauben, dass Van der Bellen ohnehin gewinnen wird", und deshalb nicht mitstimmen wollten. Man habe bei der aufgehobenen Stichwahl vom Mai - die Van der Bellen erst mit der Briefwahl- Auszählung gewann - gesehen, "dass jede einzelne Stimme zählt", rief Lockl zum Wählen auf.

Vandalf statt Gollum: Van der Bellen als Zauberer

Für Erheiterung in den sozialen Netzwerken sorgte am Freitag jedoch keines der offiziellen Van- der- Bellen- Plakate: Nach dem verbalen Herr- der- Ringe- Schlagabtausch mit der FPÖ - Van der Bellen hatte vor "einer Art Alpen- Mordor" im Falle eines Wahlsiegs von Norbert Hofer gewarnt, woraufhin FPÖ- Chef Strache konterte, Van der Bellen entwickle sich zu "Gollum" - zeigt eine Bildmontage den Präsidentschaftskandidaten als Zauberer "Vandalf" (in Anspielung auf "Gandalf den Weißen" aus der Herr- der- Ringe- Trilogie). Neben dem pfeiferauchenden "Polit- Zauberer" ist zu lesen: "VANDALF Mehr denn je."

18.11.2016, 16:38
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