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04.12.2016 - 02:23
In Oberösterreich wüteten Unwetter.
Foto: APA/WOLFGANG SPITZBART

Unwetter in Oberösterreich fordert Todesopfer

24.07.2016, 11:42

Ein Todesopfer haben schwere Unwetter im oberösterreichischen Innviertel in der Nacht auf Sonntag gefordert. Ein 45- Jähriger aus dem bayrischen Passau, der nach dem Hochwasser sehen wollte, wurde von den Fluten mitgerissen und ertrank. Im Bezirk Schärding trat in Freinberg der Haibach über die Ufer. Unwetter wüteten auch im Salzkammergut und im Mühlviertel. Niederösterreich blieb ebenfalls nicht verschont: So setzte unter anderem ein Blitzeinschlag in den Turm die Pfarrkirche Droß im Bezirk Krems in Brand.

Der Passauer hatte zuvor noch sein Auto vor herankommenden Wassermassen in Sicherheit bringen können, berichtete die Polizei. Danach ging er in ein Lokal, um später nochmals nach dem Hochwasser zu sehen, wobei es zum Unglück kam. Augenzeugen berichteten, dass der Wasserpegel innerhalb von Minuten um etwa zwei bis drei Meter gestiegen sei.

Foto: APA/WOLFGANG SPITZBART
Garagen standen unter Wasser.
Foto: APA/WOLFGANG SPITZBART
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Foto: APA/BFKDO SCH€RDING
Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden.
Foto: APA/BFKDO SCH€RDING
Foto: APA/BFKDO SCH€RDING

"Katastrophales" Hochwasser

Das Hochwasser in diesem Bereich wurde als "katastrophal" beschrieben. Ganze Straßen waren von der Flut weggerissen. Umgekippte Stromleitungen und Autos in Bächen mussten von den Einsatzkräften gesichert werden. Ebenso mussten Menschen aus vom Wasser eingeschlossenen Fahrzeugen gerettet werden, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando. Eine besondere Gefahr für die Einsatzkräfte stellte dabei ein Gasbehälter dar - dieser wurde durch die Flut aus der Verankerung gerissen, aus einem Leck strömte Gas aus.

Kräfte der Feuerwehr im Einsatz
Foto: APA/DANIEL SCHARINGER
Foto: APA/DANIEL SCHARINGER
Foto: APA/DANIEL SCHARINGER
Foto: APA/BFKDO SCHۀRDING
Foto: APA/BFKDO SCH€RDING

Hagelkörner so groß wie Hühnereier

Starkregen, Sturm und Gewitter suchten auch das Salzkammergut heim. Besonders betroffen war der Bezirk Gmunden: In Laakirchen und Gschwandt sorgte Hagel für zahlreiche Beschädigungen. Zum Teil waren die Eisgeschosse so groß wie Hühnereier. Auf der Fahrt zu einem Einsatz erwischte es in Laakirchen auch ein Feuerwehrfahrzeug: Der Wasserdruck auf der Straße war so stark, dass ein Löschlastfahrzeug in ein angrenzendes Feld abgetragen wurde und dort stecken blieb.

Foto: APA/WOLFGANG SPITZBART
Foto: APA/WOLFGANG SPITZBART

Auch in den Mühlviertler Bezirken Perg und Freistadt wüteten Unwetter. Die Bezirke Linz- Land und Wels- Land zählten ebenfalls zu den Regionen, aus welchen landesweit mehr als 600 Schadensfälle gezählt wurden. Überflutete Straßen und Unterführungen, Vermurungen sowie teilweise zerstörte Straßen und umgestürzte Bäume hielten die Feuerwehren in den betroffenen Regionen in Atem. Über 2000 Helfer waren in ganz Oberösterreich im Einsatz.

Blitz schlug in Kirchturm ein

Auch in Niederösterreich mussten die Feuerwehren vielerorts ausrücken. Besonders gefordert wurden die Helfer bei einem Brand in der Pfarrkirche Droß im Bezirk Krems. Ein Blitz hatte gegen 1 Uhr in den Kirchturm eingeschlagen. Beim Eintreffen der rund 100 Helfer schlugen bereits Flammen aus dem Turmdach. Die Lösch- und Sicherungsarbeiten dauerten etwa vier Stunden. Der Dachstuhl ist einsturzgefährdet und muss möglicherweise abgetragen werden.

In den Turm der Pfarrkirche Droß in Niederösterreich schlug der Blitz ein.
Foto: APA/BFK KREMS/MANFRED WIMMER
Foto: APA/BFK KREMS/MANFRED WIMMER

Neben dem Brand in Droß gab es nach sintflutartigen Regenfällen auch zahlreiche überflutete Keller und vermurte Straßen. Mehr als 30 Einsätze waren abzuarbeiten. In Stein musste ein Auto aus einer überfluteten Unterführung geborgen werden. Der Lenker hatte sich selbst retten können. Unwetterschäden meldete das Landesfeuerwehrkommando auch aus den Bezirken Mistelbach und Korneuburg. Bäume stürzten auf Straßen bzw. in Strom- und Telefonleitungen, Äcker wurden abgeschwemmt und Straßen verschlammt. Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden. Insgesamt waren bei 65 Einsätzen etwa 500 Helfer im Einsatz.

24.07.2016, 11:42
AG/red
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