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09.12.2016 - 07:21
Ein Arbeiter tritt ein Schwein - Infos: www.vgt.at
Foto: VGT

Unsägliche Zustände: "Tiere nicht foltern!"

18.11.2015, 16:46
Zu einem Aufschrei in der Bevölkerung haben Berichte über unsägliche Zustände auch in steirischen Schlachthöfen geführt: Aus acht waren dem Verein gegen Tierfabriken Filme zugespielt worden, die teils erschütternde Brutalitäten gegen Schweine und Rinder zeigen. Reaktionen der Schlachthöfe sprechen für sich...

Tritte, brutales Eindreschen, Quälen durch Elektroschocker, Schlachten, ohne dass die Betäubung gegriffen hätte - für die versteckt aufgenommenen Videos  braucht man einen starken Magen. Viele entsetzte Reaktionen erreichten die "Steirerkrone", Tenor: "Wir essen zwar Fleisch, verlangen aber die würdevolle Behandlung des Tieres bis zum Tod. Quälerei gehört sofort abgestellt!" Auch der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl betont: "Wir müssen unsere Tiere schützen. Solche Zustände sind einfach untragbar."

Weitere offizielle Reaktionen: Die Veterinärdirektion sagt, dass die Behörde bei der Überwachung des gesamten Prozesses streng darauf achtet, dass Bestimmungen eingehalten würden. Wie kann es dann aber zu solchen Missständen kommen? Christopher Drexler verlangt, "die Vorfälle in den Schlachtbetrieben sind lückenlos aufzuklären und allenfalls rechtlich zu verfolgen" - hat das jedoch als fürs Veterinärwesen zuständige Landesrat in der Hand...

"Wir haben Verträge"

Styriabrid, das an einen Schlachthof liefert, der extrem grauenvolle Bilder lieferte, erklärt, dass  man die Fahrer weiterbilden werde, aber weiterhin dorthin Tiere bringen würde: "Wir haben Verträge." Der auch betroffene Grazer Schlachthof beteuert, zusätzliche Schulungen für alle in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter sowie eine permanente Überwachung umgesetzt zu haben. Jedoch gilt das offenbar nur für den Bereich Elektroschocker; im Rest der Stellungnahme wird vordringlich abgeschwächt.

"Fehlverhalten unserer Mitarbeiter wurde sofort aufgrund von Schulungen eingestellt. Es werden in Zukunft vermehrte Kontrollen und Schulungen durchgeführt", teilt Hans- Peter Ramsauer aus dem Schlachtbetrieb in Heiligenkreuz lapidar auf gezielt gestellte Fragen mit!

Zynische Reaktionen disqualifizieren sich letztendlich selber. Aber Vorsicht: Kein Zuständiger  kann jetzt noch sagen, nichts von Missständen gewusst zu haben. Es muss sich sofort was ändern! Wir töten Tiere für den Genuss - sie aber noch zu foltern ist unentschuldbar.

18.11.2015, 16:46
Christa Blümel, Kronen Zeitung/kal
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