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23.05.2017 - 03:59
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Unfallopfer entpuppt sich als dreister Räuber

17.10.2015, 09:59
Schock für einen Lastwagenfahrer in Christkindl bei Garsten in Oberösterreich: Als er einem offenbar gestürzten Motorradfahrer helfen wollte, zog das vermeintliche Unfallopfer plötzlich ein Messer, wollte den Helfer ausrauben. Doch der hilfsbereite Berufschauffeur reagierte prompt und beförderte den Räuber mit einem Fußtritt aus dem Führerhaus.

Der Vorfall geschah Donnerstagmittag, als der 44- jährige Kraftfahrer aus Sierning mit seinem Lkw auf der Christkindlstraße in Garsten in einem Waldstück unterwegs war. Dort sah er ein Motorrad auf der Straße liegen. Der Mann stoppte sofort, wollte dem vermeintlichen Unfallopfer helfen.

Mit Fußtritt aus Führerhaus befördert

"Der Mann ist zu mir ins Führerhaus gestiegen, hat mich sofort mit einem Messer bedroht und dann mit oberösterreichischem Dialekt geschrien: 'Geld her!'", erzählte der 44- Jährige später der Polizei. Der Lastwagenfahrer reagierte reflexartig, trat mit einem Bein gegen den Räuber, der dadurch aus dem Führerhaus auf die Straße stürzte und auf der Fahrbahn zu liegen kam.

Anschließend verriegelte das Überfallopfer die Türen, fuhr davon und alarmierte die Polizei, während der 25 bis 40 Jahre alte, knapp 1,80 Meter große und mit Sturzhelm vermummte Täter mit dem Motorrad - eine weiß- rot lackierte Maschine vermutlich vom Typ Yamaha XT - flüchtete. Kennzeichen waren auf dem Motorrad nicht montiert. Eine Fahndung blieb bisher ohne Erfolg, so Polizeisprecher Bernd Innendorfer.

"Gesetzlich zu zumutbarer Hilfeleistung verpflichtet"

"Einen derartigen Vorfall gab es in Oberösterreich bisher eigentlich noch nie - es ist natürlich zu hoffen, dass das in Garsten ein Einzelfall bleibt", so LKA- Chef Gottfried Mitterlehner. Gleichzeitig warnt er vor Hysterie: Es solle nicht der Zustand eintreten, dass sich keiner mehr traut, Unfallopfern zu helfen. "Man kann hier nur anraten, zuerst nach Spuren Ausschau zu halten, um zu erkennen, ob der Unfall echt ist: Ist das Fahrzeug ramponiert, gibt es Schleuderspuren, sind Leitschiene oder Leitpflöcke beschädigt - dann kann man von einem echten Unfall ausgehen", so Mitterlehner.

Ist man dennoch nicht sicher, sollten zuerst Polizei und Rettung alarmiert werden, bevor man aussteigt und sich nähert. Im Zweifelsfall weiterzufahren, ist jedenfalls keine Option: "In Österreich ist man gesetzlich zur zumutbaren Hilfeleistung verpflichtet - was ist, wenn da wirklich jemand in Not ist?", gibt der LKA- Chef zu bedenken.

17.10.2015, 09:59
Johann Haginger, Kronen Zeitung/red
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