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10.12.2016 - 04:18
Foto: Horst Einöder

Unfalllenker (21): "Ich hatte den Tod vor Augen"

17.03.2014, 09:31
"Ich hatte meinen Tod vor Augen", ist sich der 21-jährige Günter Nußbaumer aus Oberösterreich sicher. Der Kastenwagen des jungen Mannes war - wie berichtet - am Wochenende von einer heftigen Windböe erfasst und in die Enns geblasen worden. Wie durch ein Wunder blieb Nußbaumer unverletzt: "Normal überlebt man so einen Unfall kaum."

Nußbaumer war am Samstag um 17.20 Uhr bei starkem Regen und Sturm - die Windspitzen lagen zu diesem Zeitpunkt bei 30 bis 60 Stundenkilometern - in Losenstein mit seinem VW- Kastenwagen auf der Eisenbundesstraße am Weg nach Hause nach Reichraming. "Ich habe selbst gespürt, wie der Wind das Heck ausgehoben hat", erinnert er sich.

Foto: APA/FF LOSENSTEIN

Das Fahrzeug wurde über die Leitplanke katapultiert und überschlug sich über den Steilhang. "Als ich an die Leitschiene fuhr, hatte ich meinen Tod vor Augen", so Nußbaumer. Im Uferbereich des Ennsflusses blieb der Wagen schließlich stehen, dort ist das Wasser einen bis eineinhalb Meter tief. "Ein Feuerwehrmann hat mir später gesagt, nur 20 Zentimeter daneben wäre es 20 Meter in die Tiefe gegangen", erzählt der 21- Jährige.

"Niemand konnte glauben, dass ich unverletzt bin"

Nußbaumer, der völlig unverletzt geblieben war, konnte sich selbst aus dem Wagen befreien und den Abhang hinaufklettern: "Ich hatte nicht einmal Kopfweh. Niemand konnte glauben, dass ich tatsächlich völlig unverletzt bin. Denn normal überlebt man so einen Unfall kaum. Ich bin dann oben an der Straße gestanden, die Feuerwehrler sind an mir vorbeigelaufen, weil sie dachten, der Lenker muss noch im Auto und tot sein. 'Nein', klärte ich sie dann auf: 'Ich bin gefahren.'"

Zur Bergung des Wracks rückte die Feuerwehr aus Steyr mit einem Kranwagen an, die Eisenbundesstraße musste eineinhalb Stunden lang für den Verkehr komplett gesperrt werden. Dass sein Kastenwagen nur noch Schrott ist, nimmt Nußbaumer, der jetzt wieder an Wunder glaubt, gelassen. "Das ist das Wenigste. Hauptsache, ich bin am Leben." Wird er dieses "Wunder" feiern? "Ein oder zwei Bier werde ich mir sicher gönnen."

17.03.2014, 09:31
Hedwig Savoy, Kronen Zeitung/red
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