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26.05.2017 - 06:33
Foto: APA/HERBERT NEUABUER, Krone Grafik

Trotz "grüner" Maßnahmen: Mehr Autoverkehr in Wien

27.03.2014, 17:00
Autsch - die neuesten Zahlen im "Modal Split", der offiziellen jährlichen Verkehrserhebung, werden Wiens Grüne etwas schmerzen: Der Autoverkehr stieg in unserer Stadt trotz aller "grünen" Maßnahmen weiter an. Und die Studie, die nun der "Krone" aus dem Rathaus zugespielt worden ist, zeigt auch: Die Zahl der Radfahrer stagniert, jene der Fußgänger nimmt sogar ab.

Noch im Vorjahr wurden das damalige Ergebnis der Verkehrsdaten- Umfrage "Modal Split" und die Zuwächse für die Öffis von den Grünen begeistert gefeiert. Nun liegt die neue Studie für 2013 bereits seit Tagen im Rathaus herum. "Klar, dass dieses aktuelle Ergebnis nicht allzu gern kommuniziert wird", schickten jetzt Rathaus- Insider die neuen "Modal Split"- Unterlagen der "Krone". Nachsatz der Beamten: "Viele von uns können die 'Aufgeplustertheit' diverser Fußgänger- und Radfahr- Beauftragter kaum noch ertragen."

Das Studienergebnis ist tatsächlich ein Rückschlag für die grüne - und vom Koalitionspartner SPÖ mitgetragene - Verkehrspolitik (siehe auch Grafik): Die Zahl der Öffi- Nutzer stagnierte 2013 im Vergleich zu 2012 bei 39 Prozent (+/- 0), aber der Autoverkehr stieg auf 28 Prozent (+1). Gleichzeitig verringerte sich der Anteil der Fußgänger auf 27 Prozent (- 1). Und die Zahl der Fahrradfahrer blieb in Wien fast gleich: 6,3 Prozent (+0,1).

"Interessant, dass kein besseres Ergebnis erzielt wurde"

Dazu der "Krone"- Informant: "Wirklich interessant, dass trotz aller umfassenden und nicht eben günstigen Maßnahmen kein besseres Ergebnis erzielt wurde." Immerhin sei in jüngster Vergangenheit nicht wenig passiert, um den Pkw- Verkehr in Wien zu verringern: So wurden die Pickerlzonen extrem vergrößert, die Tempo- 30- Zonen auf 58 Prozent der Wiener Straßen erweitert, die Zahl der Parkplätze bei Straßenumbauten verringert - etwa bei der Mariahilfer Straße oder der Ottakringer Straße -, noch mehr Schwellen gebaut, sowie bundesweit die Kfz- Steuern angehoben. Und gleichzeitig wurde das Öffi- Jahresticket deutlich verbilligt.

Laut Verkehrsexperten finden sich aber die einzigen Daten, die absolut ehrlich die Folgen der Verkehrspolitik zeigen, "allein in der Zulassungsstatistik": 2012 waren 679.492 Autos in Wien angemeldet - also um 5,3 Prozent mehr als im Jahr 2001.

27.03.2014, 17:00
Richard Schmitt, Kronen Zeitung
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