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10.12.2016 - 14:12
Foto: EPA, ANDI SCHIEL

Top- Diplomatin soll 29- jährige Wienerin retten

29.01.2014, 17:00
Sie ist die Frau für heikle Fälle. Ihrem Verhandlungsgeschick ist es zu verdanken, dass der wegen Mordes angeklagte Bad Ischler Mediziner Eugen Adelsmayr aus den Fängen der Justiz in Dubai befreit wurde. Jetzt will die Diplomatin Elisabeth Ellison-Kramer (49) jene 29-jährige Wienerin retten, die in einer Tiefgarage vergewaltigt worden sein soll, drei Tage weggesperrt wurde und der nahegelegt wurde, ihren Peiniger "zwecks Strafmilderung" zu heiraten.

Die Geschichte der Wiener Studentin sorgt weltweit für Aufsehen. 29 Jahre ist sie alt, Muslimin. Bei ihrem Aufenthalt in Dubai soll die junge Frau Party gefeiert, sich mit einem Jemeniten eingelassen und von ihm in der Parkgarage eines noblen Hotel- Palastes vergewaltigt worden sein - der mutmaßliche Täter behauptet das Gegenteil: Er will sogar für den Sex bezahlt haben.

Die 29- Jährige erstattete Anzeige bei der Polizei - was danach in einem muslimischen Land passiert, ist eine traurige Tatsache. Denn "Schuld" trägt offenbar grundsätzlich der weibliche Part. Die junge Wienerin landete, wie berichtet, drei Tage hinter Gittern, ihren Pass ist sie los, und ihr droht eine Anklage wegen "außerehelichen Geschlechtsverkehrs und Alkoholkonsums".

Krisenteam entsandt

Mehr als 200.000 Menschen kämpfen mittlerweile per Online- Petition  für die Freilassung der Frau. Außenminister Sebastian Kurz entsandte mittlerweile ein Krisenteam mit der Verhandlungs- Koryphäe Ellison- Kramer (kl. Bild) an der Spitze nach Dubai und steht in Kontakt mit Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum.

"Sebastian Kurz muss sicherstellen, dass Dubai die junge Österreicherin zu ihrer Familie und ihren Freunden zurückkehren lässt und seine Gesetze so ändert, dass Opfer geschützt werden", fordert Christoph Schott, Kampagnenleiter bei Avaaz, einem weltweiten Netzwerk, das sich für Bürgerrechte einsetzt und die Petition ins Leben gerufen hat.

Parallelen zu Fall einer Norwegerin im Vorjahr

Erst im Vorjahr sorgte ein ähnlicher Fall einer Norwegerin für Aufsehen. Die Frau war nach der Anzeige ihrer eigenen Vergewaltigung zu 16 Monaten Haft verurteilt worden. Das löste weltweit Empörung aus. Die Frau wurde schließlich "begnadigt", bekam ihren Pass zurück und konnte ausreisen. Auch der mutmaßliche Täter - ein Kollege der Norwegerin - kam frei. Damals wurde ebenfalls eine Online- Petition gestartet.

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29.01.2014, 17:00
Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung
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