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08.12.2016 - 15:23
Foto: APA/FOTO-KERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR

Tödliche Sex- Attacke in Gmunden: 18 Jahre Haft

02.07.2014, 18:25
Wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes durch Unterlassung ist ein 39-jähriger Mann am Mittwoch am Landesgericht Wels zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Helmut S. hatte sein Opfer - eine 51 Jahre alte Tanzlehrerin - zunächst bewusstlos geschlagen und danach vergewaltigt. Die Frau starb an ihren Kopfverletzungen. Der Angeklagte leugnete die Tat bis zum Schluss und will nur einvernehmlichen Sex mit der 51-Jährigen gehabt haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Alles begann am 6. Juli 2013 beim Meisterschaftsabschluss im Tennisclub Gmunden. Dort feierte nicht nur der Angeklagte mit seiner Frau, sondern auch die hübsche Tanzschulbesitzerin Ingrid Scherrer, die erstmals - ihr Gatte war am 24. Dezember 2012 verstorben - ihre Trauerkleidung abgelegt hatte und in modischen Hotpants erschienen war. Was den Angeklagten, wie sich Zeugen später erinnerten, zu anzüglichen Bemerkungen veranlasste. Zwei Tage später wurde Ingrid Scherrer in ihrem Garten aufgefunden, sie starb am 16. Juli, ohne nochmals das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.

Keine Tatzeugen

Was davor allerdings geschehen war, lässt sich nicht mehr zweifelsfrei feststellen, da es keine Zeugen der Tat gibt. Während der Angeklagte davon sprach, mit der 51- Jährigen einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gehabt und nichts mit den Kopfverletzungen des Opfers zu tun zu haben - die Frau sei ohne sein Zutun gestürzt, aber nicht verletzt gewesen -, zeichnete die Staatsanwaltschaft ein gänzlich anderes Bild: So sei der Versicherungskaufmann der Frau gefolgt, habe ihr einen Faustschlag versetzt, sie mit einem weiteren Schlag zu Boden gestoßen und sein schon bewusstloses Opfer vergewaltigt. Danach habe er beschlossen, Ingrid Scherrer zu töten. Vermutlich mit einem Stein hat er der Tanzschulbesitzerin auf den Kopf geschlagen und die Schwerverletzte dann ihrem Schicksal überlassen.

"Besondere Rücksichtslosigkeit"

Die Geschworenen sprachen den 39- Jährigen schließlich mit sieben zu einer Stimme der Vergewaltigung für schuldig und mit sechs zu zwei Stimmen des versuchten Mordes durch Unterlassung der Hilfeleistung. Als mildernd wurden die Unbescholtenheit gewertet und dass es beim Mordversuch geblieben sei - das Opfer hatte noch gelebt, als der mutmaßliche Täter ging. Erschwerend wurde das Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen gerechnet und die "besondere Rücksichtslosigkeit". Denn die Frau lag 40 Stunden hilflos in ihrem Garten, bevor sie gefunden wurde.

Der Angeklagte reagierte auf das Urteil ruhig, wie er den gesamten Prozess über gewesen war - aber mit Kopfschütteln. Seine Verteidiger meldeten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

02.07.2014, 18:25
red/AG/Kronen Zeitung
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