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25.07.2017 - 20:48
Foto: Reinhard Holl, APA/HELMUT FOHRINGER

Südfrankreich: So verfällt Elsners Millionen- Villa

14.07.2017, 06:55

Ein erbärmliches Bild bietet das einstige Luxusdomizil des früheren BAWAG- Chefs Helmut Elsner (82) in Südfrankreich: Ins Haus ist Regenwasser eingedrungen, Wände sind verschimmelt, der Pool ist völlig verwahrlost. Jetzt soll das 2710- Quadratmeter- Anwesen samt Haus verkauft werden - um einen Bruchteil des ortsüblichen Wertes.

Elsner hatte dieses Haus vor 20 Jahren gekauft - aus Mitteln der Privatstiftung Gambit, die mit seiner Pensionsabfindung von 6,8 Millionen Euro errichtet worden war. Bis zu seiner Verhaftung im Jahr 2006 lebte der Banker dort mit seiner Frau Ruth.

So sahen das Haus bzw. das Grundstück vor zehn Jahren aus.
Foto: Reinhard Holl

Haus durfte nur mit Schutzkleidung betreten werden

Danach kümmerte sich niemand mehr um das einst elegante Anwesen in einem Park. Es verfiel, wie aus mehreren Gutachten hervorgeht. Schon 2015 ortete ein Sachverständiger gefährlichen Schimmelbefall. Das 230 Quadratmeter große Haus dürfe nur mit Schutzkleidung betreten werden, hieß es. Ein Richter gab daraufhin aus beschlagnahmtem Geld 500.000 Euro für die Renovierung  frei. Einsprüche der BAWAG verhinderten dies.

Ins Haus ist Regenwasser eingedrungen, Verputz fällt von den Wänden.
Foto: privat, Edikte
Die Technik des Pools dürfte defekt sein.
Foto: privat, Edikte
Foto: privat, Edikte

Weil die Bank kürzlich das Schadenersatzverfahren gewonnen hat, soll das Haus verkauft werden. Das Immobilienbüro Lamy bezifferte den Wert wegen des schlechten Zustands mit 1,4 Millionen Euro - höchstens. Mögliche Schäden an der Technik von Pool und Haus wurden gar nicht berücksichtigt. Vergleichbare Nachbargrundstücke hingegen könnten Preise bis zu 3,8 Millionen erzielen.

Gemeinde fordert Renovierung des "Schandflecks"

Inzwischen fordert die Gemeinde Mougins eine Renovierung des "Schandflecks in der Siedlung". Elsner hofft währenddessen auf die Wiederaufnahme seines Verfahrens. Das Oberlandesgericht Wien muss entscheiden.

Peter Grotter, Kronen Zeitung/krone.at

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