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11.12.2016 - 01:04

Strache mit 99,23% bestätigt: "Zeit für die Wende"

23.11.2014, 13:34
Vor der kommenden Wien-Wahl 2015 haben die Wiener Freiheitlichen ihrem designierten Spitzenkandidaten Heinz-Christian Strache mit großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen: 99,23 Prozent der Delegierten bestätigten ihn am Sonntag beim Parteitag der Wiener FPÖ als Landesparteiobmann. Strache zeigte sich "stolz" und schwor die Partei auf die Wien-Wahl ein: "Jetzt ist Zeit für eine Wende. Ich bin bereit für diese Wende."

388 von 391 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen auf Strache. Das ist praktisch die gleich hohe Zustimmung wie beim vergangenen Wahlgang: 2012 wurde Strache mit 99,21 Prozent der Delegiertenstimmen bestätigt. Sein bisher bestes Obmann- Ergebnis erreichte Strache allerdings 2008 mit 99,32 Prozent. Strache steht den Rathaus- Blauen seit 2004 vor. Der FP- Chef bedankte sich für das "große Vertrauen, das mir Kraft gibt für die kommende Gemeinderatswahl".

Foto: APA/HERBERT P. OCZERET

Dominiert wurde der 34. Parteitag der Wiener FPÖ naturgemäß von der Wien- Wahl im kommenden Jahr - und der von der FPÖ prognostizierten Ablösung von Bürgermeister Michael Häupl: "Jetzt ist Zeit für eine Wende. Ich bin bereit für diese Wende, ich stelle mich der Verantwortung und bin bereit, diese zu übernehmen, sollten mir die Wienerinnen und Wiener ihr Vertrauen aussprechen." Wenn man bei der Wahl "30 bis 40 Prozent" erreiche, "dann haben wir realpolitisch die Chance, dieses rot- grüne Wien abzulösen".

"Zeit ist reif und überfällig"

"Heute findet der Startschuss statt, dass wir eines in Angriff nehmen, nämlich das historisch beste Ergebnis für die FPÖ in Wien. 30 bis 40 Prozent brauchen wir, um Häupl und Rot- Grün zu überwinden", schwor Strache die anwesenden Delegierten auf den kommenden Wahlkampf ein. Die Zeit sei "reif und überfällig", die Mehrheiten in dieser schönen Stadt zu ändern. Bei einem Wahlerfolg bestehe die Möglichkeit, die Ausgrenzung zu beenden und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou von den Grünen in Pension bzw. auf die Mariahilfer Straße zum Spazieren zu schicken und Bürgermeister Häupl demokratiepolitisch mit einem "nassen Fetzen" zu verjagen.

Strache artikulierte wiederholt das Ziel, Bürgermeister zu werden. "Ich bin bereit, wenn ihr es wollt, als Bürgermeisterkandidat ins Rennen zu gehen", bot sich Strache seinen Wiener Delegierten als Spitzenkandidat an. Die darauffolgenden Standing Ovations ließen keinen Zweifel daran, dass dies auch so gewünscht wird. Formell wird die blaue Liste für die Wien- Wahl im kommenden Jahr jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt besiegelt. Eine Regierungszusammenarbeit mit einer stärkeren Partei kommt für den FPÖ- Chef hingegen nicht infrage.

Der blaue Obmann beließ es aber nicht dabei, an das Wahljahr 2015 zu denken. Auch die Nationalratswahl 2018 rief er in Erinnerung. Denn nach drei Jahren als Bürgermeister in Wien werde er dort antreten, um dann Bundeskanzler zu werden, skizzierte er sein Wunschszenario.

Gudenus will "rot- grüne Rasselbande" stoppen

Auch Klubobmann Johann Gudenus hatte die Freiheitlichen zuvor darauf eingeschworen, die Weichen zu stellen, um mit Spitzenkandidat Strache dafür zu sorgen, dass "die rot- grüne politische Rasselbande endlich aufhört zu fuhrwerken". Denn die rot- grüne Stadtregierung sei längst "weltfremd, abgehoben und arrogant" geworden. Die Zeit sei reif für einen Richtungswechsel. "Es gibt nur eine Kraft, mit der das funktionieren kann, die FPÖ. Und mit Heinz- Christian Strache als Bürgermeisterkandidat", erklärte der Klubobmann.

Gudenus ortete Wien nicht nur als neues "Weltasylamt", sondern auch als "Hauptstadt des Islamismus und Dschihadismus" – eine Entwicklung die ebenfalls SPÖ und Grünen zu verdanken sei. "Was hat so eine kranke Geisteshaltung in Wien überhaupt verloren?", fragte der Klubobmann. Zwar sei man für Religionsfreiheit, stelle sich aber gegen den politischen Islamismus und jene "Naivlinge, die Religionsfreiheit mit Narrenfreiheit verwechseln". Auch Strache hatte in seiner Rede vor radikalen Salafisten, Kriminalität in der U- Bahn und einer unkontrollierten Zuwanderung gewarnt.

"Da kriegt man ja Angst, wenn man die sieht"

Kritik setzte es auch an beinahe allen Themen der vergangenen vier Jahre: den Volksbefragungen der rot- grünen Koalition, dem Umbau der Mariahilfer Straße, den Schikanen für Autofahrer, der Kürzung des Heizkostenzuschusses, dem Suchthilfezentrum im Alsergrund, dem "Nikolo light" oder dem "linken Denkmalsturm", der sich etwa in der Umbenennung des Dr.- Karl- Lueger- Rings in Universitätsring geäußert habe.

Auch die Debatte um den von der FPÖ nominierten, von Bürgermeister Häupl jedoch abgelehnten Stadtschulrats- Vizepräsidenten Maximilian Krauss hoben sowohl Strache als auch Gudenus hervor. Dieser müsse angelobt werden, das sei ein Rechtsanspruch. Krauss wäre zudem der ideale Ansprechpartner für Schüler. Denn bei der amtierenden Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl sei dies nicht der Fall: "Da kriegt man ja Angst, wenn man die sieht, da traut man sich ja nichts sagen."

23.11.2014, 13:34
AG/red
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