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03.12.2016 - 13:29
Foto: AP/Antonio Calanni

Strache holt Le Pen zum "Patriotischen Frühling"

09.06.2016, 14:07

"Die französischen Straßen sind mittlerweile jeden Freitag von betenden Moslems besetzt. Es gibt Orte, an denen es nicht gut ist, eine Frau zu sein, homosexuell oder Jude, nicht einmal französisch oder weiß" - jene Politikerin, die diese Sätze sagte, wurde jetzt von Heinz- Christian Strache nach Österreich eingeladen: Marine Le Pen (48), die Vorsitzende der ultrarechten Partei Front National, wird am nächsten Freitag in Vösendorf auftreten. Proteste linker Gruppierungen sind zu erwarten.

Mit dem Auftritt der europaweit bekannten Rechtspolitikerin Marine Le Pen wird es FPÖ- Chef Strache sicherlich gelingen, für seinen "Patriotischen Frühling" in der Pyramide Vösendorf (NÖ) in Dutzenden europäischen TV- Kanälen Sendeminuten zu erobern: Die Front- National- Vorsitzende und EU- Parlamentarierin ist schließlich bekannt für ihre Provokation und knallharten Aussagen zur Asyl- und Zuwanderungspolitik.

Heinz-Christian Strache mit Marine Le Pen auf einem Werbeplakat der FPÖ
Foto: Twitter.com

Untergriffige Kritik an "Kaiserin Merkel"

Le Pen kritisiert auch scharf die Politik der deutschen Kanzlerin: "Wenn Frau Merkel ihre Wahl getroffen hat, werden es Zehntausende zusätzliche Migranten sein, die nach Frankreich, Flandern, Italien kommen - nicht um vor Krieg und Massakern zu fliehen, sondern um Sozialleistungen, eine Unterkunft und von unwürdigen Parlamenten bewilligte Hilfen zu bekommen."

Foto: APA/dpa/Andreas Gebert, ASSOCIATED PRESS

Angela Merkel, so Marine Le Pen, fühle sich als "eine Kaiserin" Europas - und die Front- National- Chefin prangert auch bei fast jeder ihrer Reden die Fehler der Europäischen Union an. Zitat: "Die Euro- Diktatur der Europäischen Kommission ist eine Maschinerie zum Zerquetschen der Völker und jetzt eine Empfangsdame für alle Illegalen des Planeten."

Die Reden der beiden Rechtspopulisten Strache und Le Pen werden vermutlich die Fans begeistern. Wer aber Toleranz, Vernunft und konkrete Ansätze für Problemlösungen in einem gemeinsamen Europa sucht, sollte damit nicht am 17. Juni in der Pyramide Vösendorf beginnnen.

09.06.2016, 14:07
Richard Schmitt, krone.at
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