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05.12.2016 - 20:13
Foto: Christian Schulter

Stallbesitzerin: "Vermute gezielten Racheakt"

17.02.2014, 16:30
Wut, Trauer, Fassungslosigkeit - ein hinterhältiger Fall von Tierquälerei erschüttert die Reitschule Altmann im idyllisch gelegenen burgenländischen Seewinkel. Am Donnerstag wurden zehn Springpferde gezielt vergiftet. Ein Tier musste bereits eingeschläfert werden, weitere drei ringen mit dem Tod.

Immer wieder schüttelt Helga Altmann beim "Krone"- Lokalaugenschein den Kopf. Ungläubig streichelt sie ihre Schützlinge. Zumindest jene, die von dem Tierhasser verschont wurden. Ein Pferd ist bereits verloren, drei weitere ringen auf der Veterinärmedizinischen Universität mit dem Tod.

"Vermute einen gezielten Racheakt"

Was war passiert? Am Donnerstag zeigte ein Pferd erste Anzeichen einer Kolik - Lebensgefahr! Dann noch eins, dann noch eins. Insgesamt wurden acht Pferde nach Wien gebracht. Dort kämpfen die Veterinäre seither um das Leben der bis zu 50.000 Euro teuren Rösser.

Ein wertvolles Turnierpferd musste bereits eingeschläfert werden. Ein Tier konnte notoperiert werden, das Leben von weiteren drei Artgenossen hängt am seidenen Faden. Über den Täter herrscht ebenso Rätselraten wie über das Gift. "Ich vermute einen gezielten Racheakt. Wir haben 35 Tiere, aber ausgerechnet die wertvollsten unserer Lieblinge sind erkrankt", so die Stallbesitzerin.

Alle Pferde erhalten dasselbe Futter

Versorgt werden alle Pferde aus derselben Futtertonne. Alle erhalten das gleiche Heu. Der Täter muss also genau gewusst haben, was er tat. Helga Altmann weiß nicht, wie es weitergehen soll, die Tierarztkosten sind horrend. Nur zwei der erkrankten Tiere konnten auf dem Hof bleiben und dort behandelt werden. "Lesley" und "Big Boss" - sie sind jung und haben den Anschlag besser verkraftet.

Während alle im Stall hoffen, dass auch die anderen ihren Überlebenskampf gewinnen, hat die Suche nach dem feigen Täter begonnen. Kriminalisten nahmen Boxen, Futterkammer und Sattelplatz genau unter die Lupe. So hofft die Polizei, dem Tierquäler auf die Schliche zu kommen. Eine Obduktion des toten Pferdes soll in den nächsten Tagen Aufschluss darüber geben, welches Gift verabreicht wurde. Die Angst der Stallbesitzer aber bleibt. Was, wenn der Täter neuerlich zuschlägt?

17.02.2014, 16:30
Sabine Oberhauser und Oliver Papacek, Kronen Zeitung/red
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