Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
03.12.2016 - 21:13
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT

SPÖ setzt nun auf KESt statt Erbschaftssteuer

09.03.2015, 19:50
Nach dem Rückzieher bei der klassischen Vermögenssteuer hat sich die SPÖ offenbar damit abgefunden, auch die Erbschaftssteuer nicht durchbringen zu können. Daher schlagen die Sozialdemokraten nun die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 60 Prozent ab einer Million Euro Jahresverdienst vor. Damit könnte auch die Kapitalertragssteuer auf Dividenden auf 30 Prozent steigen.

Dass die SPÖ die Kapitalertragssteuer (KESt) auf Dividenden (derzeit 25 Prozent) anheben möchte, hatte Klubchef Andreas Schieder schon Ende Februar bestätigt. Ausdrücklich nicht angetastet werden sollte seinen Angaben zufolge allerdings die Kapitalertragssteuer auf Zinsen.

Regierung braucht Zustimmung von Grünen und FPÖ

Das Problem dabei: Die KESt ist per Verfassungsbestimmung mit dem halben Spitzensteuersatz begrenzt. Für eine Anhebung bräuchte es also entweder eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat, sprich die Zustimmung von FPÖ oder Grünen, oder die Anhebung des Spitzensteuersatzes. Die SPÖ hat dem Vernehmen nach nun einen Spitzensteuersatz von 60 Prozent ab einer Million Euro Jahreseinkommen vorgeschlagen. Die ÖVP lehnt aber auch das ab.

Einnahmen von Gewinnen der Unternehmen abhängig

Wie viel eine höhere Dividenden- KESt bringen würde, hängt von der Gewinnsituation der Unternehmen ab. Laut Wifo- Budgetexpertin Margit Schratzenstaller wären es im Vorjahr bei Gesamteinnahmen von 1,58 Milliarden Euro gut 300 Millionen Euro gewesen. Einfacher anzuheben wären demnach die erst 2011 bzw. 2012 eingeführten Vermögenszuwachssteuern auf Aktien- ("Wertpapier- KESt") und Immobiliengewinne ("Immobilienertragssteuer"). Beide machen bis zu 25 Prozent aus, der Steuersatz ist aber - anders als die beiden klassischen Kapitalertragssteuern - nicht durch ein Verfassungsgesetz begrenzt.

Wie viel die Anhebung der Aktien- und der Immobilienzuwachssteuer bringen könnte, ist laut Schratzenstaller mangels genauer Angaben des Finanzministeriums schwer abzuschätzen. Ursprünglich wurden bei der Wertpapier- KESt 250 Millionen Euro jährlich erwartet, die Immobilienertragssteuer sollte ab 2016 750 Millionen Euro bringen. Eine Anhebung auf 30 Prozent würde also weitere 200 Millionen Euro in die Staatskasse spülen. Bei der Immobilienertragssteuer war zuletzt aber von schleppenden Einnahmen die Rede.

09.03.2015, 19:50
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum