Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
07.12.2016 - 15:10
Häupl verhinderte mit der Hilfe des Grünen Akkilic eine Niederlage - Vassilakous Plan scheiterte.
Foto: APA/NEUBAUER, APA/PFARRHOFER, Gerhard Bartel, Reinhard Holl / Video: krone.tv

So lief die SPÖ- Kommandoaktion gegen Wiens Grüne

27.03.2015, 14:38
In einem morgendlichen Politthriller (siehe Video oben) hat die Wiener SPÖ Freitagfrüh den grünen Koalitionspartner ausgetrickst: Kurz bevor die Grünen gemeinsam mit ÖVP und FPÖ die SPÖ beim Streit über die Wahlrechtsreform überstimmen wollten, lief ein Grün-Politiker zu den Roten über. Im Landtag herrscht nun Mandatsgleichstand, die Grünen jammern und sind sauer.

Nur sieben Monate vor der auch bundespolitisch bedeutenden Wiener Wahl zeigten Routiniers der Wiener Sozialdemokratie, wozu sie fähig sind: Im Stil der Polit- TV- Serie "House of Cards" verhinderten rote Strategen eine sich bereits abzeichnende Niederlage bei der für Freitagnachmittag angesetzten Abstimmung  über eine Änderung der Landtagsgeschäftsordnung für die strittige Wahlrechtsreform.

Sie landeten mit einem - moralisch nicht unumstrittenen - Coup Freitagfrüh noch einen klaren K.- o.- Sieg gegen den Koalitionspartner: Der grüne Abgeordnete Senol Akkilic - er fiel zuletzt auf, als er eine Gemeinderatsrede auf Türkisch hielt - wechselte zur SPÖ und sorgte so für einen Mandatsgleichstand mit der von den Grünen geschmiedeten Allianz mit ÖVP und FPÖ, eine Änderung der Geschäftsordnung wurde unmöglich.

Regierungspartner überrascht und blamiert

"Die wollten uns Roten eine reinwamsen. Und jetzt schauen aber sie deppert", kommentierte ein SPÖ- Stadtregierungsmitglied gegenüber der "Krone" den Politkrimi, der die grüne Parteispitze kräftig blamiert. Wiens Bürgermeister Michael Häupl zeigte sich nach diesem Coup sehr entspannt, er ist allerdings um Deeskalation bemüht: "Natürlich können wir mit den Grünen noch bis Oktober regieren, keine Frage. Und wir können uns auch wieder zu sinnvollen Gesprächen über das Wahlrecht zusammensetzen."

Zu den Protesten der Grünen sagt Häupl: "Die sollten lieber darüber nachdenken, warum ihnen die Leut davonrennen. Aber ich bin dafür, dieses Teil- Scharmützel sofort zu beenden." Dass das gelingt, ist eher unwahrscheinlich. Die grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou kritisiert emotional: "Diese Aktion hat gezeigt, wie die SPÖ mit allen Mitteln ihre Macht verteidigt. Das war unterste Schublade."

Über ihren Ex- Parteifreund, den gebürtigen Kurden Senol Akkilic, sagt Vassilakou: "Er unterstützt jetzt die Privilegienritter und verhindert ein faires Wahlrecht."

Von der roten "Kommandoaktion" soll die grüne Parteiführung übrigens erst zu Beginn der SPÖ- Pressekonferenz um 8 Uhr früh erfahren haben.

27.03.2015, 14:38
Richard Schmitt und Isabella Kubicek, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum