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03.12.2016 - 23:40
Foto: Klemens Groh, Polizei

"Shaolin- Mönch" verletzt in Wien sechs Polizisten

25.03.2015, 06:00
Mit einem nicht alltäglichen Gegner hat es am Montag die Wiener Polizei aufnehmen müssen: In Shaolin-Kleidung und mit einem 50 Zentimeter langen Schwert bewaffnet hielt ein schlagkräftiger 39-Jähriger - er dürfte an einer Psychose leiden - die Beamten gleich doppelt in Atem. Die Bilanz: sechs verletzte Polizisten und eine geschockte Wohnungsmieterin...

Die wilde Jagd auf den 39- Jährigen begann schon in den frühen Morgenstunden in der Kudlichgasse im Bezirk Favoriten: Eine 35- jährige Frau schlug Alarm, nachdem ein "Shaolin- Mönch" mit Samurai- Schwert bewaffnet wild an der Tür geklopft hatte. Schlaftrunken öffnete die Frau die Tür, der Unbekannte stürmte wortlos in die Wohnung. Die Mieterin rannte geschockt auf und davon, die Polizei rückte an.

Der Glatzkopf kam den Beamten bereits im Stiegenhaus entgegen. Zwar gelang es den Polizisten, den Mann zu entwaffnen, doch der ließ daraufhin sofort die Fäuste sprechen. Obwohl der Pfefferspray bei dem Tobenden keine Wirkung zeigte, konnte der 39- Jährige letztlich festgenommen und in die Rudolfstiftung eingeliefert werden. Bei der Amtshandlung wurden drei Polizisten teils massiv verletzt.

In Nachthemd auf Friedhof gesichtet

Doch damit war der Fall noch längst nicht erledigt, wie sich wenig später herausstellen sollte: Denn nur wenige Stunden nach seiner Einlieferung riss der Mann aus dem Krankenhaus aus und verschwand vorerst spurlos.

Am frühen Nachmittag wurde die Polizei dann über einen verwirrten Mann informiert, der in einem Nachthemd durch den Meidlinger Friedhof streifte. Abermals rückte die Polizei an - und es kam erneut zur Konfrontation, bei der ein weiteres Mal drei Beamte durch Fußtritte und Handkantenschläge verletzt wurden. Auch diesmal zeigte sich der Karatekämpfer immun gegen den eingesetzten Pfefferspray. Schließlich landete der 39- Jährige abermals in der Psychiatrie - diesmal im Kaiser- Franz- Josef- Spital.

25.03.2015, 06:00
Oliver Papacek, Kronen Zeitung/red
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