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08.12.2016 - 13:00
Foto: MARKUS TSCHEPP, KRISTIAN BISSUTI, HORST EINÖDER

Sex- Übergriffe: "Täter nach Hause schicken!"

08.01.2016, 17:30

Egal ob Köln oder Salzburg, der Sex- Terror, bei dem zu Silvester Hunderte Frauen von Asylwerbern gedemütigt wurden, sowie die Ohnmacht von Polizei und Politik stimmen immer mehr Österreicherinnen nachdenklich. Diese neue Form des Terrors in den Großstädten Europas ist Gesprächsthema Nummer eins. Es herrscht Fassungslosigkeit. Die "Krone" hat sich umgehört, wie Frauen darüber denken.

Zwar hören Mädchen schon von klein auf, sie müssten bei Fremden achtsam sein, doch jetzt ist noch mehr Misstrauen angesagt. Öffis sind abends für viele - nicht nur junge - Frauen tabu, lieber wird in ein Taxi investiert. Auch große Menschenansammlungen werden kritischer beäugt. Für die Täter wird "null Toleranz" gefordert.

Foto: Christian Rosenzopf

Carina Zwander (29), Klagenfurt, Angestellte: "In Kärnten muss ich Gott sei Dank noch keine Angst haben, bisher habe ich nur gute Erfahrungen mit Flüchtlingen auf der Straße gemacht. Die Täter in den Großstädten sollen sofort dorthin zurückgeschickt werden, wo sie herkommen. Da soll es null Toleranz geben."

Foto: Markus Tschepp

Stefanie Fischnaller (23) aus Salzburg, Kellnerin: "Das ist bei meinen Bekannten derzeit Gesprächsthema Nummer eins. Nach diesen sehr beunruhigenden Vorfällen fühle ich mich nicht mehr sicher. Ich werde in Zukunft solche Plätze in der Nacht meiden, wenn ich alleine unterwegs bin."

Foto: Kristian Bissuti

Schauspielerin und Dancing Star Susanna Hirschler (41): "Große Menschenmengen haben bei mir schon immer Unbehagen ausgelöst. Diese Männer haben einen anderen kulturellen Hintergrund und der Stellenwert der Frau ist ein anderer als bei uns. Tragisch."

Foto: Martin A. Jöchl

Christiane K. (60), Wien, Pensionistin: "Ich fühle mich besonders abends nicht mehr sicher, weil wir von Flüchtlingen überrannt werden, die völlig unkontrolliert einreisen dürfen. Öffis meide ich. Mir fehlt die Polizeipräsenz auf den Straßen und in U- Bahnen."

Foto: Zwefo

Lydia Tröster (46), Wien, selbstständig: "Nachts fahre ich sicher nicht mit den Öffis, da nehme ich lieber ein Taxi oder mein eigenes Auto. Große Menschenansammlungen meide ich eher, das ist mir zu unsicher."

Foto: Kristian Bissuti

"Miss Austria" Annika Grill (21): "Sobald ich irgendwo alleine unterwegs bin, war ich auch in der Vergangenheit immer aufmerksam bei Dingen, die rund um mich passiert sind. Das haben mich meine Eltern von Kindheit an gelehrt. Aufgrund der Ereignisse in Köln achte ich jetzt aber noch mehr darauf, dass mich z.B. kein Unbekannter verfolgt. Ich fühle mich generell aber nicht unsicher."

Foto: Horst Einöšder

Birgit Lang (28), Linz: "Ich bin eher nicht alleine unterwegs, werde mir aber künftig einen Pfefferspray mitnehmen. Um Menschenmassen mache ich einen großen Bogen. Als Mädchen muss man aufpassen und die Augen offen halten."

Video: Frauen fordern Aufklärung nach Massenübergriffen in Köln

Frauennotruf rund um die Uhr

Stadt und Land Salzburg sowie die Polizei haben nun eine Informationsoffensive gestartet, wie sich Mädchen und Frauen im Vorfeld schützen können und welche Anlaufstellen für Opfer bereitstehen. Der Frauennotruf Salzburg hat aus aktuellem Anlass ab Freitag eine Woche lang eine 24- Stunden- Erreichbarkeit eingerichtet. "Wir versuchen jetzt durchgehend eine Anlaufstelle zu bieten. Wir legen Sonderschichten ein und werden uns die Arbeit aufteilen", sagte die Leiterin der Frauennotrufes, Andrea Laher.

Unter der Telefonnummer 0662/881100 können sich Betroffene melden, die Anliegen werden anonym behandelt. Auf Wunsch gibt es eine Unterstützung bei einer Anzeige. "Wir bieten auch Prozessbegleitungen an", so Laher.

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08.01.2016, 17:30
Kronen Zeitung/AG
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