Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
25.03.2017 - 07:50
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Seniorin um fast 1 Million € betrogen - verurteilt

24.06.2015, 16:35
Ein 40-Jähriger ist am Mittwoch im Grazer Straflandesgericht wegen schweren, gewerbsmäßigen Betrugs zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er soll von 2009 bis 2015 eine Grazerin um fast eine Million Euro erleichtert haben, indem er mit erlogenen Geschichten ihr Mitleid erweckte. Der Mann bekannte sich nicht schuldig, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

"Das Opfer war arglos, freigiebig und wohlhabend", schilderte Staatsanwalt Rudolf Fauler die Frau, die dem 40- Jährigen insgesamt 995.200 Euro gegeben haben soll. Sie lernte ihn kennen, als er sie um eine kleine Spende bat. "Er hat am Gartentor geläutet", erzählte die Pensionistin vor Gericht. Anfangs gab sie ihm kleinere Beträge, auch einmal etwas zu essen, dann "haben die Geschichten aus 1001 Nacht begonnen", meinte der Ankläger. Zunächst brauchte der Mann Geld für das Begräbnis von Mutter und Schwester. Da floss bereits ein größerer Betrag, denn "ich hatte Mitleid mit ihm".

Dann fing er nach Angaben des Opfers an, von seinem Nierenleiden zu erzählen. In der Folge brauchte er angeblich mehrmals eine Nierentransplantation, und zwar in Wien, Rom und Saudi- Arabien, später soll es auch noch eine Leber gewesen sein.

"Die Gier ist ein Hund"

Mehrmals tauchte der Angeklagte mit blutigem Verband bei der Pensionistin auf, um seine Geschichte zu untermauern. Irgendwann wurde die Frau misstrauisch und nahm ihren Sohn zu einem Treffen mit, doch der Angeklagte steckte das Geld ein und verschwand sehr schnell, erfuhr das Gericht. Und er gab noch nicht auf: "Die Gier ist ein Hund", formulierte es der Staatsanwalt. Beim erneuten Versuch, Geld zu bekommen, klickten schließlich die Handschellen.

Der 40- Jährige fühlte sich keineswegs des schweren, gewerbsmäßigen Betrugs schuldig. Er will auch nur 7.000 Euro bekommen haben. "Das ist völliger Blödsinn, ich bin keineswegs verwirrt", stellte die Frau bei der Befragung klar und beharrte auf der Summe von rund 995.200 Euro, die sie ihm gegeben habe. Der Schöffensenat befand den 40- Jährigen für schuldig und verurteilte ihn zu siebeneinhalb Jahren Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

24.06.2015, 16:35
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum