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25.06.2017 - 09:05
Foto: facebook.com/dervolksgarten, thinkstockphotos.de

Security warf küssende Männer aus Club: Gefeuert!

20.06.2017, 08:02

Bis zu 150.000 Teilnehmer und Schaulustige feierten am vergangenen Samstag auf der Wiener Regenbogenparade  die gleichgeschlechtliche Liebe - erst am Ring, anschließend unter anderem im Wiener Volksgarten. Einem Gast dort ging das bunte Treiben offenbar zu weit: Er beschwerte sich beim Personal des Clubs über ein schwules, sich küssendes Paar, das daraufhin von zwei Securitys rausgeschmissen wurde. Sie wurden nun fristlos entlassen.

Der Vorfall war im Netz publik geworden und hatte vor allem auf Facebook hohe Wellen geschlagen. Denn ausgerechnet zwei Mitarbeiter jener Securityfirma, die zuletzt auch die offizielle Afterhourparty des Life Ball betreute, sollen nach der Beschwerde eines Gastes aus "homophoben Gründen" ein schwules Paar aus der Säulenhalle des Wiener Volksgartens verwiesen haben.

"Leider anders verhalten"

Der Rausschmiss blieb für sie allerdings nicht ohne Folgen: Die zuständige Sicherheitsfirma Ante Portas teilte am Montag auf Facebook mit, dass sich die zwei Mitarbeiter "leider anders" verhalten hätten "als von uns erwünscht" und daher "bereits fristlos entlassen" worden seien. Das Unternehmen betonte zugleich, seit seinem ersten Tag alles Menschenmögliche gegen "Gewalt und Diskriminierung im Wiener Nachtleben" zu tun.

Null- Toleranz- Politik

Auch der Volksgarten entschuldigte sich auf Facebook für den "zutiefst bedauerlichen Vorfall". "Nach interner Überprüfung der Vorwürfe, sind wir zum Schluss gekommen, dass die besagten Mitarbeiter sich falsch verhalten haben. Die für uns logische und unmittelbare Konsequenz war die sofortige Entlassung der beschuldigten Sicherheitskräfte. Wir und die Sicherheitsfirma Ante Portas verfechten eine absolute Null- Toleranz- Politik bei jeglicher Art von Diskriminierung. Homophobe Handlungen dulden wir weder bei unseren Gästen noch bei unseren Mitarbeitern und jeder Vorfall, scheint er auch noch so gering, hat Hausverbote und sofortige Entlassungen zur Folge."

Das Posting endet mit den Worten: "Wir entschuldigen uns aufrichtig bei den beiden Gästen und werden umgehend den direkten Kontakt suchen, um dies auch persönlich kundzutun."

Redaktion
krone.at
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