Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
29.03.2017 - 21:02
Foto: Christof Birbaumer (Symbolbild)

Schüler unter Porno- Verdacht: Jüngster erst 10!

21.10.2016, 07:04

Eine besorgte Sozialbetreuerin hatte Alarm geschlagen: Das Landeskriminalamt ermittelte neun Monate lang an zwei Schulen im oberösterreichischen Bezirk Freistadt gegen 50 verdächtige Kinder und Jugendliche. Sie hatten per WhatsApp ein Kinderporno- Video geteilt und verbreitet. Das jüngste Mitglied der WhatsApp- Gruppe ist erst zehn Jahre alt! In Gang gesetzt hatte die "Lawine" eine Über- 14- Jährige.

Ein Mädchen hatte sich der Sozialbetreuerin anvertraut. Es erzählte, dass in der WhatsApp- Gruppe ein Kinderporno- Video kursierte. Die Pädagogin wandte sich an das Landeskriminalamt, die Abteilung Sexualdelikte begann zu ermitteln. Es stellte sich heraus, dass insgesamt 50 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren an zwei Schulen in den Fall verwickelt waren.

Kein Einzelfall

Auslöser war eine Über- 14- Jährige, die das verbotene Sexvideo aus Deutschland zugeschickt bekommen hatte. Das Mädchen teilte danach den Kurzfilm, der sich über den Nachrichtendienst WhatsApp explosionsartig ausbreitete.

Das ist bei Weitem kein Einzelfall, wie Philip Christl von der Staatsanwaltschaft Linz sagt: "Das ist sicher das fünfte Mal in den vergangenen ein, zwei Jahren, dass so etwas vorkommt." Die Justiz muss sich vor allem auch mit Sexvideos herumplagen, die von minderjährigen Mädchen für "Freunde" angefertigt werden. Nach Ende der Liebschaft werden die Clips dann im Internet verteilen.

"Kindern und Jugendlichen fehlt Problembewusstsein"

Die Mühlviertler Massenaffäre endete verhältnismäßig glimpflich: Alle 50 Handys wurden beschlagnahmt und ausgewertet, nach drei Monaten großteils wieder an die jungen Besitzer ausgefolgt. Strafrechtliche Konsequenzen gab es nicht, nur gemeinnützige Dienste als Buße.

"Leider fehlt den Kindern und Jugendlichen das Problembewusstsein. Und die Eltern schauen viel zu wenig hin", sagt Chefinspektor Wolfgang Dirisamer. "Die Kinder haben oft schon in der ersten oder zweiten Klasse Volksschule ein eigenes Smartphone. Wenn ich das will, dann muss ich als Erziehungsberechtigter schauen, dass das Handy sicher ist, also die Kinder nicht auf alle Inhalte im Internet ungefiltert zugreifen können. Dafür gibt es auch Schutzprogramme, die man leicht installieren kann. Aber viele Eltern sind dabei zu blauäugig", so Dirisamer.

21.10.2016, 07:04
Christoph Gantner, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum