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06.12.2016 - 02:16
Foto: Krone-Grafik, APA/EPA/STR

Schlepper: "Die meisten wollen nach Österreich"

15.12.2014, 17:00
Terror, Kriege, Unterdrückung, Armut - flüchtende Opfer sind sein Klientel, sein Geschäft. Mehr als 2.000 Illegale will Berufsschlepper Abu Ali im letzten Jahr in die EU, vorwiegend nach Österreich, geschleust haben. Im Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph" packt er über seine "Arbeit" und Korruption aus.

"Wir bringen dich überall hin" - mit einer protzigen Golduhr am Handgelenk erzählt Abu Ali mitten in Istanbul ungeniert von seiner "Arbeit". "Kein Problem, der Geheimdienst kennt meinen Job. Wie auch die meisten Polizei- und Grenzkontrollchefs der westlichen Länder. Ohne Korruption wären Schleppungen kaum möglich."

Foto: Krone-Grafik, APA/EPA/STR

Und das Geschäft laufe besser denn je: Rund 2.000 Illegale - großteils Syrer und Iraker - habe er allein 2013 in die EU geschleust. Mindesthonorar für eine Schleppung: 2.500 Euro. Dann geht es erst per Schiff von der Türkei nach Griechenland und schließlich weiter über den Landweg nach Montenegro. "Hier übernimmt dann eine andere Schleppergruppe und transportiert die Flüchtlinge weiter. Die meisten wollen nach Österreich."

"Je mehr du bezahlst, desto sicherer reist du"

Für rund 22.000 Euro bringe er Kunden aber auch nach Kanada. "Prinzipiell gilt: Je mehr du bezahlst, desto sicherer reist du." Schleppungen auf kleinen, alten Booten organisiere er nicht. "Ich will meinen Ruf nicht ruinieren. 2013 sind nur 14 meiner Kunden gestorben - sie sind auf der Schiffsroute über Italien in Containern erstickt."

Seit geraumer Zeit habe sich das Klientel von Abu Ali zudem erweitert: Er bringt nun auch Dschihadisten nach Syrien. "In diesem Job kümmern wir uns nicht darum, wer du bist - nur wie viel du bezahlen kannst."

15.12.2014, 17:00
Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung/red
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