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10.12.2016 - 05:25
Foto: thinkstockphotos.de

Rot- Grün trennt sich von teuren Frankenkrediten

14.02.2016, 19:30

Das Frankenkredit- Drama der Stadt Wien soll ab 7. März ein Ende haben: In mehreren Tranchen werden die Fremdwährungs- Darlehen in der Höhe von 1,7 Milliarden Euro umgewandelt, erfuhr jetzt die "Krone". Wie berichtet, soll Rot- Grün diesen Ausstieg in einem geheimen Sideletter des Koalitionspakts fixiert haben - im Vorjahr wurde das noch dementiert.

Bei Gesamtschulden von etwa 5,9 Milliarden Euro sitzt die Stadt Wien noch immer auf 1,7 Milliarden Euro in Frankenkrediten - einige davon wurden seit 2002 (!) immer wieder "rolliert", also verlängert. Finanzexperten (und auch die "Krone") warnten seit Jahren vor dieser Währungsspekulation mit Steuergeld und vor einem drohenden Finanzdesaster.

Über Nacht Schaden von 300 Millionen Euro

Im Jänner 2015 kam es dann zum Super- Gau: Aufgrund einer Änderung der Schweizer Finanzpolitik entstand für Wiens Steuerzahler über Nacht ein Schaden von 300 Millionen Euro. Nun will das Finanzressort von Stadträtin Renate Brauner (SPÖ) die gefährliche Altlast loswerden: Ab 7. März werden die sechs Frankenkredite in Euro- Darlehen umgewandelt.

Dazu ein Sprecher der Stadtregierung: "Das wird nicht einfach werden, aber trotzdem wird der Schaden nicht sehr hoch sein." Denn, so betonte das Finanzressort stets, es seien in "guten Zeiten" sehr wohl Währungsgewinne mit den Frankenkrediten erzielt worden: Diese Erträge müssten mit den nachfolgenden Verlusten gegengerechnet werden.

Kredite ständig unter Kritik der Opposition

Die Oppositionsparteien FPÖ und ÖVP hatten die Kreditaufnahme der Stadt Wien und das ständige "Rollieren" bei drohenden Verlusten kritisiert. Nicht ganz zu Unrecht, wie Finanzexperten meinen: In Euro hätte sich die Stadt vermutlich durch das stark gefallene Zinsniveau langfristig erheblich günstiger finanzieren können als über die alten, noch immer laufenden Frankenkredite mit einem Zinssatz von 0,75% - für zehnjährige Euro- Darlehen werden praktisch kaum Zinsen bezahlt. Somit wäre auch das bei einer hoffentlich transparenten und offen kommunizierten Berechnung der Gesamtschadens- Summe zu beachten.

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14.02.2016, 19:30
Richard Schmitt, Kronen Zeitung
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