Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
10.12.2016 - 13:45
Ed Moschitz (li.) und Heinz-Christian Strache; im Hintergrund ein Ausschnitt aus dem Video
Foto: Martin A. Jöchl, ORF, krone.at-Grafik

Richterspruch bringt ORF unter Druck!

21.11.2014, 17:00
Es sind 47 Seiten, die der ORF-Führung und dem "Am Schauplatz"-Journalisten Ed Moschitz nicht gefallen werden: Die schriftliche Begründung des Urteils zum "Sieg Heil"-Prozess landete jetzt bei der "Krone". Darin stellt der Richter des Wiener Straflandesgerichts deutlich fest, dass "als denklogisch zwingender Schluss" die ORF-Videoaufzeichnung manipuliert sein muss.

Der nächste Akt in der Affäre um einen "Sieg Heil"- Sager von Neonazis und einem ORF- Dreh bei einer Strache- Rede in Wiener Neustadt: Im März 2010 hätte – so der Vorwurf der FPÖ – der ORF- Journalist Ed Moschitz die beiden Skinheads zu rechtsradikalen Sprüchen "animiert".

Der ORF- Redakteur wies diese Anschuldigung zurück – und auf einem  Videoband war der von Strache und Zeugen vernommene "Sieg Heil"- Ruf dann nicht mehr zu hören, es kam zu Prozessen. Im Juni dieses Jahres wies dann das Straflandesgericht die von Moschitz eingebrachten Entschädigungsbegehren wegen übler Nachrede ab.

"Die Aufzeichnung muss manipuliert worden sein"

Jetzt kam die "Krone" an das schriftliche Urteil. Und seitenweise zeigt sich darin das Ausmaß der Niederlage des ORF- Redakteurs vor Gericht: Richter Stefan Apostol stellte nämlich fest, dass "faktisch keine andere Erklärungsmöglichkeit denkbar ist, als der denklogisch zwingende Schluss, dass die Aufzeichnung manipuliert worden sein muss". Apostol weiter: "Das Gericht hat keinen Zweifel, dass die Aussagen sämtlicher Zeugen bloße Schutzbehauptungen waren."

Und auf der nächsten Seite ist zu lesen: Die – von Moschitz stets bestrittene – Manipulation des Videos hätte nicht "ohne seinen Willen" stattfinden können.

Eduard "Ed" Moschitz war überrascht, als ihn die "Krone" am Freitagvormittag zu einer Stellungnahme zur bisher unbekannten Urteilsbegründung bat: "Was soll das? Das ist doch Kampagnenjournalismus." Der ORF- Redakteur wollte aber nicht beantworten, ob das Verfahren noch fortgesetzt wird. Auch nicht, ob er die bisher vom ORF bezahlten Verfahrenskosten rückerstatten werde.

21.11.2014, 17:00
Richard Schmitt, Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum