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09.12.2016 - 15:08
An dieser Stelle gab der Verdächtige Erwin P. nach seiner Flucht auf: "Ich kann nicht mehr!"
Foto: Uta Rojsek-Wiedergut, Polizei

Reue nach Bluttat in Klagenfurt: "Es tut mir leid"

20.11.2014, 07:15
Noch immer unfassbar ist für viele die Bluttat am Allerseelentag in Klagenfurt. Ein 50-Jähriger hatte den neuen Freund seiner "Ex" durch das offene Autofenster am Fahrersitz erschossen. Während die Familie des Opfers unter dem schweren Verlust leidet, versuchen Kinder und Freunde des mutmaßlichen Mörders zu begreifen, was den 50-Jährigen derart ausrasten ließ. Der "Krone" ließ er ausrichten: "Es tut mir zutiefst leid!"

Seit knapp drei Wochen sitzt der zweifache Familienvater Erwin P. aus Feldkirchen nach der Bluttat in Untersuchungshaft: Die Ermittler gehen davon aus, dass der 50- Jährige am Parkplatz vor dem Schloss Mageregg nach einem kurzen Wortwechsel den neuen Freund seiner Ex- Lebensgefährtin am Fahrersitz erschossen hat.

Bluttat auf einem Parkplatz bei Klagenfurt: In diesem Auto wurde ein 53-Jähriger erschossen.
Foto: APA/Gert Eggenberger

"Es war sicherlich ein Blackout"

Was ließ einen bislang unbescholtenen Menschen, der 35 Jahre im gleichen Betrieb gearbeitet und seit der Jugend eine fast 25- jährige Lebensgemeinschaft gehabt hatte, derart ausrasten?

"Es war sicherlich ein Blackout, eine Kurzschlusshandlung", sagt Verteidiger Michael Sommer nach der Tatrekonstruktion, bei der sein Mandant unter Tränen geschildert hat, was geschehen war. "Er ist sehr kooperativ und stellt sich dem, was er getan hat", so Sommer weiter. Über den Anwalt lässt der 50- Jährige daher auch ausrichten: "Es tut mir zutiefst leid. Ich will alles ungeschehen machen - das geht aber natürlich nicht."

Klar ist mittlerweile das Motiv: brennende Eifersucht. Der Tatverdächtige hatte kurz zuvor noch innige Stunden mit seiner Partnerin verbracht und danach erfahren müssen, dass sie eine Internetbekanntschaft erneut treffen wollte.

Verteidiger: Verdächtiger wird sich "Mordanklage stellen"

Am Allerseelentag machte er sich auf die Suche nach ihr, wollte sich mit ihr aussprechen, den Nebenbuhler zur Rede stellen - allerdings mit einer 9- Millimeter- US- Handfeuerwaffe, die der Sportschütze legal besaß. Für ihn sei ein Treffen der letzte Ausweg gewesen, die Lebensliebe zurückzugewinnen - oder sich ansonsten selbst zu erschießen. Doch es sollte anders kommen: Stattdessen tötete er den Nebenbuhler, einen 53- jährigen Makler aus dem Bezirk Völkermarkt, und war danach 40 Stunden auf der Flucht vor der Polizei, ehe er in einem Waldstück gefasst wurde .

P.s Anwalt rechnet mit einer Anklage wegen Mordes: "Dieser wird sich mein Mandant auch ohne Einsprüche stellen."

20.11.2014, 07:15
Kerstin Wassermann, Kronen Zeitung/red
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