Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
07.12.2016 - 23:06
Foto: APA/Herbert Neubauer / Video: APA

Republik verneigt sich vor Alois Mock

11.06.2014, 10:09
Die ÖVP hat am Dienstag den 80. Geburtstag ihres Ehrenobmanns Alois Mock mit einem Empfang im Dachfoyer der Wiener Hofburg gefeiert. Unter den Festgästen und Rednern waren auch Bundespräsident Heinz Fischer und ÖVP-Chef Michael Spindelegger. Dieser würdigte Mock als "großen Österreicher, der uns nach Europa geführt hat".

Fischer nahm in seiner Rede nicht nur auf die politische Arbeit Mocks im In- und Ausland und dessen Weitsicht Bezug, sondern unterhielt auch mit Anekdoten aus der gemeinsamen Zeit als Klubobmänner und Fußballspieler des FC Nationalrat. Den Jubilar beschrieb Fischer als "belastbar, ausdauernd, grundsatzorientiert". Seine Aufmerksamkeit habe Mock auf die Innen- und Außenpolitik verteilt und dabei Handschlagqualität bewiesen. Allerdings, so Fischer: "Er hat sich selbst ausgebeutet."

Spindelegger charakterisierte Mock mit den Attributen "Überzeugungskraft, Weitsicht und Hartnäckigkeit". All das habe er etwa im Zuge des EU- Beitritts unter Beweis gestellt. Auch Pflichtbewusstsein habe er gezeigt. So suchte Mock nach 80 Stunden Beitrittsverhandlungen nach seiner Rückkehr nach Österreich zuerst den Weg ins Parlament, so Spindelegger.

Spindelegger schenkt Mock Eis- Gutschein

Der an Parkinson erkrankte Mock nahm mit seiner Frau Edith selbst an der Feier teil. Als Geschenk an den Jubilar überreichte Spindelegger einen Gutschein für "hervorragendes Eis", denn "das liebt er".

ÖVP- Generalsekretär Gernot Blümel verwies in seiner Begrüßung auf den Wahlerfolg bei der EU- Wahl vor wenigen Wochen - ein Erfolg, den man auch Mock zu verdanken habe. Wenn man heute sage, Europa liege in der DNA der Volkspartei, dann sei Mock der "Stammvater".

Weggefährten aus In- und Ausland feiern mit

Unter den Gratulanten waren auch die früheren Bundesparteiobmänner Josef Taus, Wolfgang Schüssel und Wilhelm Molterer sowie zwei ehemalige Mitstreiter Mocks aus dem benachbarten Ausland: Jan Carnogursky, der frühere Premierminister der Slowakei, sowie Festredner Lojze Peterle, der Ex- Premierminister Sloweniens.

Edith Mock zeigte sich über das emotionale Ereignis berührt und gestand ein, dass sie zeitweise nicht gedacht hatte, "dass wir bis zum 80. Geburtstag kommen".

Khol: Mock machte "verknöcherte Partei" dynamisch

Für Seniorenbund- Chef Andreas Khol hat Mock die ÖVP und Österreich in schwierigen Zeiten in die EU geführt. Er sei ein Patriot und Idealist und habe in der Partei eine Verjüngung herbeigeführt. Aus der "verknöcherten" Partei habe er eine "dynamische Arbeitnehmerpartei" gemacht, erklärte Khol. Für all das habe er jedoch seine Gesundheit geopfert.

Molterers Erinnerungen an Mock gehen zurück in Studententage, als Mock junger Wissenschaftsminister war: "Er blieb seiner Linie treu, das zeichnete ihn aus. Für den EU- Beitritt musste er überzeugen und hat überzeugt: Das ist Alois Mock."

Schüssel: "Mit unglaublicher Beharrlichkeit" Richtung Europa

Die europäische Integration sei das Leitthema Mocks gewesen, dieses habe er "mit unglaublicher Beharrlichkeit durchgesetzt", erklärte Schüssel. Auch die Öffnung in Richtung Balkan sei richtig gewesen. Was die Innenpolitik sowie die ÖVP betrifft, verwies Schüssel darauf, dass er und Mock die beiden längstdienenden ÖVP- Obmänner sind: "Es gelang ihm, die verschiedensten Interessen in der ÖVP zu bündeln."

Aus Sicht von SPÖ- Seniorenchef Karl Blecha ist der Jubilar untrennbar mit dem Beitritt Österreichs zur EU verbunden, ebenso wie mit dem Aufreißen des Eisernen Vorhangs. Ein "unglaublicher Verdienst", so Blecha.

11.06.2014, 10:09
AG/red
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum