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05.12.2016 - 16:23
Nur mit schwerem Atemschutz betraten die Feuerwehrleute den Keller des Hauses.
Foto: FF Steyregg

Rauchfangkehrer rettet Familie vor CO- Vergiftung

09.10.2014, 10:16
Ein Bezirksrauchfangkehrer hat eine Familie in der oberösterreichischen Gemeinde Steyregg vor einer CO-Vergiftung bewahrt und den Bewohnern des Hauses damit wohl das Leben gerettet. Als der Mann zur Abnahme der neuen Heizung kam, stellte er eine lebensbedrohliche Gaskonzentration im Keller fest und alarmierte die Feuerwehr. Diese evakuierte sofort das Haus.

Die Familie hatte sich eine Heizung mit Holzpellets installieren lassen, welche der Rauchfangkehrer Jürgen Schonka am Mittwochnachmittag überprüfen sollte. Als die Hauseigentümerin während eines Gesprächs mit dem Mann über Übelkeit und Kopfschmerzen nach jedem Aufenthalt im Keller klagte, schrillten bei dem Heizexperten sämtliche Alarmglocken: Denn die Symptome sind Anzeichen, dass im Keller zu wenig Sauerstoff vorhanden ist.

Nach der Evakuierung des Gebäudes konnten die Helfer mit ihrer Arbeit beginnen.
Foto: FF Steyregg

Schonka nahm daher sofort eine Kohlenmonoxid- Messung im Vorraum vor und stellte dabei eine lebensgefährliche CO- Konzentration fest. Der Mann alarmierte daraufhin die Landeswarnzentrale.

"Familie hatte großes Glück"

Feuerwehr, Rettung und Polizei rückten gegen 15.30 Uhr zum Einsatzort aus, das Haus wurde evakuiert. Danach wurden mit einem Spezialgerät die Pellets aus dem Keller gesaugt, womit die Helfer bis in die Nachtstunden beschäftigt waren. Danach konnte das Gebäude wieder freigegeben werden, die Familie ins Haus zurückkehren.

Dank der raschen Reaktion des Rauchfangkehrers trug niemand Gesundheitsschäden davon. "Die Familie hatte großes Glück", sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Manfred Rachinger und ergänzte, es sei wichtig, Heizungen von einem Rauchfangkehrer abnehmen zu lassen.

Pellets in dichten Räumen lagern

Bei der Herstellung von Pellets werde ein chemischer Prozess in Gang gesetzt, bei dem Kohlenmonoxid entsteht, erläuterte der Pressesprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos, Christoph Meisinger. Sie sollten daher in dichten Räumen gelagert werden, damit sich das Gas nicht im Keller ausbreitet. Warum es zu der hohen Konzentration im Haus der Familie kam, muss noch geklärt werden.

09.10.2014, 10:16
AG/red
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