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07.12.2016 - 17:03
Auf einem Güterweg war für die beiden Flüchtigen Endstation.
Foto: laumat.at

Raser (25) mit neuem Führerschein auf Amokfahrt

23.03.2015, 07:12
1,26 Promille hat jener 25-jährige Raser im Blut gehabt, der sich am Samstagnachmittag bei Sattledt in Oberösterreich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hatte. Zudem stand der junge Mann auch noch unter Drogeneinfluss - und hatte erst vor Kurzem nach dreijähriger Sperre seinen Führerschein zurückbekommen. Das feierte er ausgiebig im Bordell. Nun ist er seinen Führerschein wieder los, bekommt überdies noch zahlreiche Anzeigen. Dabei ist er von Beruf Kraftfahrer...

Gegen 17 Uhr hatte ein Autofahrer Alarm geschlagen, weil ein Lenker auf der Pyhrnpass- Bundesstraße bei Sattledt besonders rücksichtslos unterwegs war . Eine Polizeistreife wollte den Raser in Thalheim stoppen. Doch der Lenker stieg aufs Gas, floh durch Wels. "Er hatte einen 150- PS- Mercedes, wir einen VW Touran mit 90 PS, da sind wir nicht nachgekommen", so ein Polizist.

Der Raser durchfuhr sämtliche Ampelkreuzungen zwischen Wels und Marchtrenk bei Rotlicht, Fahrbahnteiler umfuhr er auf der linken Seite, gefährdete so Unschuldige. Er bog dann auf die Weißkirchner Straße ab, fuhr über Schleißheim zurück nach Thalheim und über die B138 nach Sattledt. Kurz vor einer Straßensperre bog der Bosnier in ein Waldstück ein, wurde dort gestoppt. Er hatte 1,26 Promille, stand unter Drogen. Ebenso sein 26- jähriger Beifahrer, ebenfalls ein Bosnier.

Schein bereits zuvor wegen Alkohol und Temposünden verloren

Das Duo hatte die Nacht und den Tag vor der 40 Kilometer langen Verfolgungsjagd in einem Linzer Bordell verbracht. "Sie wussten gar nicht, wo sie waren, haben erst alles noch lustig gefunden", erzählt ein Polizist.

Der 25- Jährige hatte erst kürzlich nach drei Jahren Fahrverbot seinen Schein zurückbekommen. Diesen hatte er - wenig überraschend - wegen Alkohol und Drogen sowie Schnellfahrens eingebüßt. Jetzt dürfte es wieder sehr lange dauern, bis sich der Kraftfahrer erneut hinters Lenkrad setzen darf.

Verkehrsteilnehmer, die bei der Verfolgungsjagd gefährdet wurden oder zu Schaden gekommen sind, bzw. Zeugen werden gebeten, sich auf der Inspektion Thalheim unter der Telefonnummer 059133/4187 melden.

23.03.2015, 07:12
Kronen Zeitung/red
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