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09.12.2016 - 07:22
Foto: Zwefo

Räuber wollten hungernden Kindern in Afrika helfen

13.01.2014, 12:04
Nach dem bewaffneten Überfall auf zwei Mitarbeiter einer Geldtransportfirma Ende Dezember in Wien hat die Polizei zwei Verdächtige ausgeforscht und festgenommen. Wie die Exekutive am Montag bekannt gab, handelt es sich bei den mutmaßlichen Tätern um eine 35 Jahre alte Frau und einen 49-jährigen Mann. Die wohl nicht alltägliche Begründung für die Tat: Das Duo wollte mit dem Geld notleidenden Kindern in Afrika helfen.

Der Überfall geschah in der Nacht auf den 23. Dezember im Wiener Bezirk Alsergrund. Das Duo näherte sich gegen 1 Uhr früh maskiert den beiden Angestellten einer Geldtransportfirma, die gerade dabei waren, einen Bankomaten in der Nußdorfer Straße zu befüllen.

Foto: APA/POLIZEI

Die beiden bedrohten die Mitarbeiter mit einer Waffe, ehe sie die Männer mit Handschellen fesselten. Danach nahm das Duo mehrere Geldkoffer aus dem Transporter an sich und flüchtete. Wenig später gelang es den Opfern, die beim Überfall unverletzt geblieben waren, Hilfe zu rufen und die Polizei zu alarmieren.

Professionalität der Täter machte Ermittler stutzig

Die Ermittler machte von Anfang an die große Professionalität der Täter skeptisch. Ohne enormes Insiderwissen sei es nicht möglich gewesen, das ausgeklügelte Sicherheitssystem in dem Transporter zu überwinden. "Uns würde das nicht gelingen, wir würden Alarm auslösen", sagte der leitende Ermittler Manfred Klug. Die Polizei kam rasch zu dem Schluss, dass nur ein Mitarbeiter der Firma für die Tat verantwortlich sein konnte.

Weiter eingeschränkt wurde die Zahl der Verdächtigen durch die Personsbeschreibungen. Zwar waren die Täter maskiert gewesen, doch bei einem handelte es sich vom Körperbau her um eine zierliche Frau. Durch weitere Ermittlungen kamen die Beamten schließlich auf die Spur einer 35- Jährigen, die bis Ende Mai des vergangenen Jahres bei der Firma Loomis gearbeitet hatte. Nachdem sie eine Weile oberserviert worden war, wurde sie am Freitag von der Polizei mit Unterstützung der Sondereinheit Cobra in Wien verhaftet.

Geld angeblich für Sozialprojekt in Afrika bestimmt

Nach einigem Zögern legte die 35 Jahre alte Frau ein volles Geständnis ab, bei dem sie auch ihren 49- jährigen Komplizen - auch er war für die Firma gelegentlich tätig gewesen - verriet. Persönliche Bereicherung sei jedoch nicht der Grund für den Überfall gewesen, vielmehr will das Duo aus Nächstenliebe gehandelt haben. So erklärte die mutmaßliche Täterin den Beamten, dass sie mit dem erbeuteten Geld ein Projekt für hungernde Kinder in Afrika hatte finanzieren wollen.

Der 49- Jährige konnte in der Nacht auf Sonntag festgenommen werden. Bei einer Durchsuchung des Dachbodens seiner Schwiegereltern in Kärnten konnte die Polizei sowohl die Tatwaffe der Marke Glock als auch einen Großteil des geraubten Geldes (kleines Bild) sicherstellen. Die beiden Verdächtigen befinden sich in Haft.

13.01.2014, 12:04
AG/red
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