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05.12.2016 - 21:26
Blutspuren am Tatort in der Nähe von Neunkirchen
Foto: APA/THOMAS LENGER

Räuber nach Überfall erschossen: Tatrekonstruktion

12.09.2014, 17:00
Nach dem Tod eines 21-jährigen Tankstellenräubers Anfang Juli im niederösterreichischen Neunkirchen hat am Freitag am Ort des Geschehens eine Tatrekonstruktion stattgefunden. Martin K. war dort - wie berichtet - nach dem Überfall samt Verfolgungsjagd durch Schüsse aus Dienstwaffen ums Leben gekommen.

Ein Richter, Sachverständige, Anwälte und die damals betroffenen Beamten - alle trafen am Freitagvormittag am Tatort in Neunkirchen zusammen, um die Ereignisse vom 3. Juli nachzustellen. "Er wollte sterben - es gibt sonst keine Erklärung für sein Verhalten. Wenn ich von zehn Beamten umzingelt bin, die ihre Pistolen auf mich richten, gehe ich nicht noch mit einer gezogenen Softgun auf diese zu. Was hat er denn geglaubt, was passieren wird", verteidigt ein langjähriger Polizeibeamter aus Wien die Reaktion seiner Kollegen.

Wie ausführlich berichtet, überfiel Martin K. am 3. Juli eine Tankstelle in Wiener Neustadt, lieferte sich mit der Exekutive eine wilde Verfolgungsjagd und durchbrach mehrere Sperren - erst in Neunkirchen konnte der Mann aus Felixdorf gestoppt werden. Bei der folgenden Amtshandlung fielen neun Schüsse aus Dienstwaffen, mehrere aus der Softgun von Martin K.

21- Jähriger stand unter Drogeneinfluss

Wie der toxikologische Bericht ergab, stand der 21- Jährige zu diesem Zeitpunkt unter Einfluss von Cannabis, auch wenn in seinem Heimatdorf niemand etwas von Drogensucht bzw. Marihuana- Konsum gewusst haben will. Für Suchtgift- Experten jedenfalls ein weiteres Indiz dafür, dass er den tödlichen Ausgang provoziert hat: "Marihuana macht einen entweder lustig oder träge - aber sicher nicht aggressiv."

Nun gilt es zu klären, welche Schüsse tödlich waren und aus welcher Waffe sie abgefeuert worden sind - das Ergebnis des Gutachtens dürfte in rund zwei Wochen vorliegen. Dann muss die Justiz entscheiden, ob und gegen welche Polizeibeamte Anklage erhoben wird.

12.09.2014, 17:00
Klaus Loibnegger und Helmut Horvath, Kronen Zeitung/red
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