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22.07.2017 - 05:44
Foto: zeitungsfoto.at/Liebl Daniel

Quartett verkaufte Kokain um eine Million Euro

12.02.2016, 07:51

Diesmal waren es wirklich "dicke Fische": Die Polizei schnappte nun einen Innsbrucker Drogenkönig und seine drei Komplizen, die laut vorsichtigen Schätzungen Kokain um rund eine Million Euro unter die Leute gebracht haben sollen. Drei eingeschmuggelte Pakete aus Holland mit 1,3 Kilogramm Drogen wurden beschlagnahmt.

Bei dem Quartett handelt es sich um eine kleine Zelle, die sonst nicht vernetzt war - mit der Bahnhofs- und Marokkaner- Szene also nichts zu tun hat. "Der Hauptbeschuldigte ist ein 32- jähriger Südtiroler, der im Vorjahr mehrfach in Holland war, wo er das Suchtgift beschaffte", sagte Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler.

Per Post ließ sich der Mann das Kokain an die Adresse seiner Innsbrucker Firma schicken - insgesamt rund 30 Pakete. Das Suchtgift mit einem hohen Reinhaltsgehalt von 40 Prozent wurde dann in der Wohnung verschnitten ("gestreckt"). "Der Verkauf erfolgte in Innsbrucker Lokalen und bei Veranstaltungen", so Chefermittler Bernd Dünser.

Bei einem solchen Verkauf schlug die Polizei nach Hinweisen und gezielter Überwachung zu: Zwei Zwischenhändler - ein Einheimischer (28) und ein Bosnier (32) - wurden verhaftet, später dann auch der mutmaßliche Südtiroler Haupttäter und ein Deutscher (30). Vermutet werden zahlreiche Endkonsumenten der Drogen, die Ermittler sind aber skeptisch, dass man auch diese ausforschen kann.

"Eine Million Euro ist vorsichtig geschätzt"

Die Dimensionen des Drogenhandels sind enorm: "Allein im Vorjahr dürfte der Umsatz eine Million Euro betragen haben - und das ist eine sehr vorsichtige Hochrechnung", so Kirchler am Donnerstag.

Bei einer Hausdurchsuchung waren auch Diensthunde und die Spezialeinheit Cobra im Einsatz. Dabei wurden 1,3 Kilo Kokain (von insgesamt vermutlich elf importierten Kilo) sichergestellt, ebenso Bargeld in vierstelliger Höhe, Verpackungsutensilien sowie eine Pistole samt Munition und zwei Sturmhauben.

12.02.2016, 07:51
Andreas Moser, Kronen Zeitung/red
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