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01.05.2017 - 02:43
Foto: Andi Schiel

Polizei zerschlägt internationalen Schlepperring

29.01.2014, 15:39
Die österreichische Polizei hat einen vom Kosovo aus agierenden internationalen Schlepperring zerschlagen. Seit Dezember des Vorjahres wurden neun Verdächtige festgenommen - darunter auch zwei mutmaßliche Bandenchefs. Für einen der beiden - ein 43-Jähriger aus dem Kosovo - klickten am Dienstag in Niederösterreich im Bezirk Lilienfeld die Handschellen.

Ermittler des Landeskriminalamtes Burgenland und der SOKO Schlepperei Süd hatten die Bande seit Monaten im Visier. Die Schlepper brachten laut Polizei Menschen verschiedener Nationalitäten von Serbien über die Grenze nach Ungarn und dann weiter nach Österreich.

Den Fahndern sei es zunächst gelungen, gemeinsam mit ausländischen Kollegen den "Kopf" der Bande im Kosovo ausfindig zu machen. Er wurde zusammen mit fünf mutmaßlichen Komplizen festgenommen. In Budapest wurden weitere 16 Verdächtige ausgeforscht, wobei für zwei davon die Handschellen klickten.

Stiefbruder des Verhafteten zog in Österreich die Fäden

Ein 43- jähriger Stiefbruder des im Kosovo verhafteten mutmaßlichen Bandenchefs soll in Österreich die Fäden gezogen haben. Der Verdächtige, der laut Polizei keinem Job nachging, soll für den Weitertransport der Geschleppten nach Deutschland und in die Schweiz verantwortlich gewesen sein. Dabei bediente er sich dreier weiterer Kosovaren und eines Serben als Komplizen.

In Österreich angekommen wurden die Geschleppten in der Wohnung des mutmaßlichen Haupttäters im Bezirk Lilienfeld vorübergehend einquartiert. Später brachten die Schlepper die Menschen dann nach Deutschland oder in die Schweiz.

Bis zu 2.500 Euro pro Person kassiert

Pro Person wurden dafür zwischen 1.800 und 2.500 Euro kassiert. Der in Niederösterreich gefasste mutmaßliche Schlepper- Boss war nach Angaben der Polizei zunächst geständig. Mit Fakten konfrontiert habe er aber alle weiteren Angaben verweigert. Der 43- Jährige wurde in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht. Seine vier Helfer wurden angezeigt.

29.01.2014, 15:39
AG/red
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